Codec: Enhanced Voice Services im Telefónica-LTE-Netz implementiert

Die Sprachtelefonie im Telefónica-Netz soll besser werden. Der Sprachstandard Enhanced Voice Services (EVS) ist jetzt freigeschaltet.

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LTE-Abdeckung mit Enhanced Voice Services
LTE-Abdeckung mit Enhanced Voice Services (Bild: Telefónica Deutschland)

Telefónica Deutschland hat den Sprachstandard Enhanced Voice Services (EVS) bundesweit in seinem LTE-Mobilfunknetz implementiert. Das gab das Unternehmen am 23. August 2018 bekannt. Ursprünglich war das schon im zweiten Quartal 2018 geplant.

EVS ist ein Codec, der den Frequenzbereich für Sprachdienste erweitern soll und Telefongespräche in Hi-Fi-Qualität verspricht. Er ist von den Standardisierungsgremien 3GPP und GSMA als Nachfolge-Codec für den HD-Voice-Codec spezifiziert. Durch die Technologie wird die Sprache von der bisher üblichen 7-kHz-Frequenz auf den Frequenzbereich bis zu 20 kHz erweitert. Vodafone Deutschland führte EVS im Mai 2016 in seinem LTE-Netz ein und nennt die Technik Crystal Clear.

HD Voice steht seit Oktober 2016 auch im GSM-Netz von Vodafone Deutschland zur Verfügung. Die Technologie wurde von dem britischen Netzbetreiber schon länger im UMTS- und LTE-Netz eingesetzt. Die Telekom hat seit Mai 2017 bereits HD Voice Plus für Sprache im LTE-Netz aktiviert.

EVS-Firmware-Update nötig

O2-Kunden benötigen für die bessere Sprachqualität LTE-Empfang und ein Endgerät, das Voice over LTE (VoLTE) oder Voice over Wi-Fi (VoWiFi) unterstützt. Zudem müssen die Gerätehersteller das Feature EVS im O2-Netz über ein Firmware-Update aktiviert haben. Ein Update wird beispielsweise bereits von Samsung für die Modelle Galaxy S8 und S8+ in der Open-Market-Version angeboten sowie von Sony für die Modelle Xperia XZ1 und XZ1 Compact, Xperia XZ Premium, Xperia XZ2 und XZ2 Compact.

EVS soll allen Kunden von Telefónica Deutschland zur Verfügung stehen. Netzübergreifend soll Full-HD-Voice-Telefonie in die Mobilfunknetze von Vodafone und Deutsche Telekom möglich sein.

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