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Code-Hosting: Microsoft übernimmt Github für 7,5 Milliarden US-Dollar

Wie erwartet, hat Microsoft die Codehosting-Plattform Github übernommen - für 7,5 Milliarden US-Dollar. Microsoft will Github unabhängig arbeiten lassen, neuer Chef wird der Xamarin-Gründer Nat Friedman.

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Github-Gründer Chris Wanstrath, Microsoft-Chef Satya Nadella und Xamarin-Gründer Nat Friedman (v. l. n. r.)
Github-Gründer Chris Wanstrath, Microsoft-Chef Satya Nadella und Xamarin-Gründer Nat Friedman (v. l. n. r.) (Bild: Microsoft)

Die am vergangenen Wochenende durch verschiedene US-Medienberichte angekündigte Übernahme der Codehosting-Plattform Github durch Microsoft ist wie erwartet offiziell bestätigt worden. Microsoft gibt die Übernahme auf seiner Webseite bekannt. Der Kaufpreis liegt demnach bei 7,5 Milliarden US-Dollar in Microsoft-Aktien.

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Github-Gründer und -Chef Chris Wanstrath hat im August 2017 seinen Abschied von Github verkündet, das Unternehmen suchte seitdem nach einem neuen Chef. Diese Rolle übernimmt künftig Nat Friedman, einer der Gründer von Xamarin, das Microsoft vor zwei Jahren ebenfalls übernommen hatte. Wanstrath wird Microsoft Technical Fellow, soll an strategischen Software-Initiative arbeiten und berichtet an Scott Guthrie, der die Cloud- und KI-Sparte bei Microsoft verantwortet.

Github wurde im Jahr 2008 gegründet und bietet zusätzlich zu dem eigentlichen Hosting von Quellcode für Software viele weitere Zusatzangebote zur Interaktion der Entwickler mit dem Code und miteinander. Dazu gehören ein Issue-Tracker, Wiki, Funktionen zum erleichterten Abarbeiten von sogenannten Pull-Requests sowie weitere viele kleinere Dienste und Integrationen.

Der Dienst und die zugrundeliegenden Software sind mittlerweile mehr oder weniger zentral für die Software-Entwicklung und genießen in sehr vielen Teilbereichen eine Quasi-Monopolstellung. Im vergangenen Jahr rühmte Wanstrath den Dienst auf der eigenen Konferenz Satellite damit, dass Github rund 21 Millionen aktive Nutzer habe, was einer enormen Marktdurchdringung entspricht. Laut der Ankündigung seien es inzwischen sogar 28 Millionen Nutzer.

Github machte massive Verluste

Das Geschäftsmodell von Github bestand in der Vergangenheit vor allem darin, eine Enterprise-Version anzubieten, die unter anderem private Repositorys und weitere Zusatzfunktionen bietet. Das war aber offenbar nicht besonders erfolgreich. Laut Bloomberg konnte Github im Jahr 2016 in einem Zeitraum über neun Monate zwar 98 Millionen US-Dollar Einnahmen verzeichnen, machte jedoch aber auch 66 Millionen US-Dollar Verlust in diesem Zeitraum.

Zur Zukunft von Github schreibt Microsoft: "Github wird seinen auf Entwickler gerichteten Firmenethos beibehalten und künftig unabhängig arbeiten, um eine offene Plattform für alle Entwickler in allen Branchen zu bieten. Entwickler werden weiterhin in der Lage sein, die Programmiersprachen, Werkzeuge und Betriebssysteme ihrer Wahl für ihre Projekte zu verwenden - und können ihren Code weiterhin für jedes Betriebssystem, jede Cloud und jedes Gerät bereitstellen".

Microsoft erwarte von der Übernahme eine positive Auswirkung auf die Gesamteinnahmen im Geschäftsjahr 2019 und 2020. Die Kapitalverwässerung in Bezug auf den Gewinn pro Aktie soll außerdem bei weniger als einem Prozent liegen.



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Clown 07. Jun 2018

Das bestärkt ja nur meine Position: Ich weiß, wie es damals war. Es geht allerdings um...

Thaodan 05. Jun 2018

VS != VS Code

berritorre 05. Jun 2018

OK, klar, wenn individuelle Lösungen Inhouse angeboten werden, dann ist das natürlich...

widdermann 05. Jun 2018

Zunächst mal bin ich froh, dass ihr Kiddies von Github weg seid. Die Plattform wird...

Fenster 05. Jun 2018

Falsch. "Team Foundation Service" gab es nie. TFS (Team Foundation Server) ist das selbe...


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