Code-Hosting: KDE migriert auf Gitlab

Nach etwas mehr als einem halben Jahr Arbeit hat die KDE-Community verkündet, ihre Migration auf die freie Code-Hosting-Plattform Gitlab erfolgreich umgesetzt zu haben. Dies umfasse zunächst nur die erste Phase der geplanten Migration, die bisher das eigentliche Code-Hosting sowie Reviews für neuen Code beinhaltet. Beitragende zu den vielen verschiedenen KDE-Projekten haben zudem bereits damit begonnen, die neue Plattform zu nutzen.
In der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) heißt es: "Durch den Wechsel zu Gitlab bieten wir unserer Community eine der beliebtesten und neuesten, voll funktionsfähigen, aktiv entwickelten und unterstützten Devops-Plattformen, die es heute gibt." Die Gemeinschaft erwartet von dem Wechsel eine "gesteigerte Kollaboration und Produktivität" . Ebenso sollen dank Gitlab die Arbeitsabläufe der Beteiligten "transparent und zugänglich für alle werden, die beitragen wollen" .
Auch andere große und bekannte Open-Source-Projekte nutzen schon länger Gitlab zur Entwicklung. Dazu gehören unter anderem Gnome oder die Freedesktop.org-Community . Auch Fedora erwägt einen Wechsel . Es werden aber auch viele weitere Projekte auf der komplett proprietären Plattform Github erstellt, die ähnliche Dienste anbietet wie Gitlab. Die KDE-Community hostet die Plattform mit Unterstützung selbst und nutzt dafür die vollständig freie Community Edition von Gitlab.
Der neue Dienst soll langfristig als einheitlicher Anlaufpunkt der Entwicklung von KDE-Projekten dienen und damit die Vielzahl verschiedener bisher genutzter Dienste ersetzen. Dazu gehören das Githosting per Gitolite, Review- und Task-Verwaltung per Phabricator, der Bugtracker Bugzilla, ein hauseigenes Identity-Management sowie auch Jenkins für CI/CD.
Die Gitlab-Instanz von KDE findet sich unter invent.kde.org(öffnet im neuen Fenster) . Ein detaillierter Blogpost von Gitlab(öffnet im neuen Fenster) beschreibt weitere Hintergründe zur Migration der mehr als 1000 KDE-Repositorys.