Code-Hosting: Fedora soll auf Gitlab wechseln

Seit Beginn dieses Jahres sucht das Team der Linux-Distribution Fedora(öffnet im neuen Fenster) nach einer Alternative zu seiner eigenen Code-Hosting-Plattform Pagure(öffnet im neuen Fenster) . Wie die Beteiligten nun mitteilen, soll für die Entwicklung der Linux-Distribution künftig die Software des Code-Hosters Gitlab genutzt werden. Diese Entscheidung will das Team ebenso für CentOS umsetzen.
Ein Teil der Entwicklercommunity zeigt sich nun aber überrascht darüber, dass diese Entscheidung bereits gefallen ist und vor allem, wie diese kommuniziert wurde. Denn die Entscheidung wurde erst am vergangenen Wochenende als Teil der wöchentlichen Informationen des CPE unter "andere Updates" veröffentlicht.
Das Team des Community Platform Engineering (CPE) unterstützt bei Red Hat die Community-Bestrebungen des Unternehmens, also vor allem die Arbeiten an Fedora und CentOS. Der Fedora-Entwickler Neal Gompa wirft dem Team nun aber vor(öffnet im neuen Fenster) , die Entscheidung für Gitlab versteckt zu haben. Im Vergleich dazu sei der Aufruf zur Suche nach Alternativen für Pagure deutlich prominenter gewesen.
Kritisiert wird auf der Mailingliste außerdem, dass das CPE offenbar auf die SaaS-Lösung von Gitlab setzen möchte und damit auf ein proprietäres Softwareangebot. Laut dem CPE sei die Entscheidung aber final, wie CPE-Mitglied Leigh Griffin bekräftigt. Das Team will mit dem Wechsel wohl vor allem die Verwaltung der Infrastrukturwerkzeuge für Fedora und CentOS vereinfachen.
Ausführliche Details zu der Entscheidung hat das Team gleichlautend in den Community-Blogs von Fedora(öffnet im neuen Fenster) sowie von CentOS(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht. Demnach soll auch Pagure zunächst mit Hilfe der Community weiter erhalten bleiben. Ebenso betont das Team, dass sich alle Community-Beteiligten gegen die Nutzung von Github ausgesprochen hätten. Die proprietäre Plattform, die zu Microsoft gehört, sei weder als Kandidat noch als Präferenz behandelt worden.



