Code-Hoster: Github-Nutzer verärgert über algorithmischen Feed

In einer Beta-Phase testet Code-Hoster Github derzeit einen neuen Feed, der an soziale Netzwerke erinnert. Das überzeugt nicht alle Nutzer.

Artikel veröffentlicht am ,
Github soll einen algorithmischen Nachrichtenfeed bekommen.
Github soll einen algorithmischen Nachrichtenfeed bekommen. (Bild: Github)

Der zu Microsoft gehörende Code-Hoster und Anbieter von Kollaborationswerkzeugen zur Entwicklung, Github, hat damit begonnen, im Rahmen einer Beta-Phase einen neuen Home-Feed im Dashboard der Nutzer zu testen. Dieser soll es vereinfachen, "Entwickler und mehr auf Github zu entdecken." Doch davon sind wohl nicht alle Nutzer des Dienstes überzeugt, wie The Register berichtet.

Schon kurz nach dem Start der neuen Funktion begannen Nutzer damit, negatives Feedback zu äußern. Einige fürchten wohl, dass sich Github durch die konkrete Umsetzung in Richtung eines sozialen Netzwerks entwickle. Das würde dann nicht nur im Gegensatz zu dem eigentlichen Zweck der Plattform stehen, sondern könnte auch zu ähnlich negativen Erfahrungen führen, die es bereits in anderen sozialen Netzwerken gibt.

Der neue Feed von Github zeigt etwa Projekte, die das eigene Entwickler-Netzwerk als Favorit markiert (Stern), zu Listen hinzufügt oder von denen es abhängt. Gezeigt werden sollen außerdem qualitativ hochwertige Release- und Projektankündigung. Der Feed zeigt außerdem Empfehlungen für neue Repositorys oder Nutzer zum Folgen, basierend auf den eigenen Interessen. Github beschreibt den neuen Feed außerdem als noch in Entwicklung befindlichen Bereich, der erweitert werden soll.

Zahlreiches Feedback

In der Feedback-Sektion von Github heißt es zu den Neuerungen etwa: "Ich muss weder Empfehlungen noch Aktivitäten von Personen sehen, denen ich nicht folge." und "Repariert nichts, was nicht kaputt ist." Ein weiterer Nutzer schreibt: "Ich möchte nur einen Feed zu Dingen, die wichtig sind: Veröffentlichungen, Issues, Pull Requests." Kritisiert wird an Github außerdem, dass zum Aufbau eines algorithmischen Feeds Daten gesammelt werden müssen. Das passe nicht zu der Open-Source-Community, die eben auch Github nutzt.

In einer weiteren Antwort heißt es an Github gerichtet: "Ich möchte Sie bitten, auch die potenziellen Auswirkungen derjenigen auf der anderen Seite zu berücksichtigen, das heißt der Benutzer, deren Aktionen ohne Zustimmung durch einen algorithmischen Feed entweder verstärkt oder verringert werden können. Für viele von uns ist Github Teil unseres Lebensunterhalts, und die Gamifizierung könnte zu zusätzlichem Stress führen, auf den wir verzichten könnten." Es gebe bereits zahlreiche andere Plattformen, die für Promotion genutzt werden könnten.

Aber nicht alle Nutzer reagieren negativ auf die Neuerung. So geben einige als Feedback etwa bereits Verbesserungswünsche an. Github selbst bereitet offenbar bereits einigen Änderungen und Erweiterungen für den neuen Feed vor, der zumindest auf einen Teil der Kritik eingeht. So soll es künftig per Opt-Out möglich sein, das eigene Profil in einen Art privaten Status zu versetzen, sodass diese Informationen nicht mehr für den neuen Feed, für Trends oder ähnliches genutzt wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /