Code-Hoster: Github löscht Account ohne weitere Informationen

Der Code-Hoster Github hat den Entwickler-Account zu einem beliebten Indie-Spiel gelöscht. Zwar ist der Code inzwischen wiederhergestellt, eine Stellungnahme oder Informationen bleibt das Unternehmen aber immer noch schuldig.

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Viele Entwickler verlassen sich auf die Dienste von Github, das kann aber zum Problem werden.
Viele Entwickler verlassen sich auf die Dienste von Github, das kann aber zum Problem werden. (Bild: Mathias, flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Der Entwickler des Indie-Spiels One Hour One Life, Jason Rohrer, berichtete vor wenigen Tagen, dass sein Account auf Github von dem Code-Hoster gelöscht worden sei - und damit auch die Daten zu mehr als fünf Jahren Arbeit an dem Spiel. Dies sei ohne jede weitere Information wie etwa eine E-Mail-Benachrichtigung geschehen. Im Forum zum Spiel schreibt Rohrer zudem, der Account sei schlicht verschwunden und der Zugriff darauf mit dem HTTP-Fehlercode 404 beantwortet worden.

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Der Vorgang sorgte auf Twitter und weiteren Community-Seiten wie Hackernews schnell für Aufsehen. Dies führte sogar dazu, dass Github-CEO Nat Friedman dem betroffenen Entwickler persönlich auf Twitter zu dem Vorgang antwortete. Auch wurde der Account mit den Repositories von Rohrer sehr schnell wiederhergestellt.

Abhängigkeit kann zu Problemen führen

Trotz der schnellen Lösung zeigt der Vorfall deutlich, wie abhängig Entwickler von dem zentralisierten Dienst des Code-Hosters sein können. Zwar ist vor allem der Code bei dem verwendeten Versionskontrollsystem Git dezentral gespeichert, und Rohrer hatte dafür auch viele Backups.

Doch andere Dienste der Infrastruktur des Spiels nutzen automatisch Github als Quelle und funktionierten nach der Löschung folglich nicht mehr. Ebenso gibt es keine einfache Möglichkeit, andere Daten aus den Github-Repositories wie etwa Pull-Requests oder die Diskussionen im Bug-Tracker extern zu sichern. Bei einer dauerhaften Löschung wären diese Daten verloren gegangen.

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Das für Rohrer größte Problem an der Sache ist aber das Verhalten von Github. Denn der Entwickler wurde über den Vorgang nicht informiert und von dem Hoster gibt es bis jetzt keine offizielle Erklärung zu dem Vorfall. Auf Twitter schrieb der Github-Chef lediglich, dass es eine Untersuchung gebe. Ebenso lehne Github Stellungnahmen in den Medien zu dem Fall ab, wie etwa das britische Magazin The Register schreibt.

Der Entwickler selbst vermutet, dass die vorübergehende Löschung seines Accounts durch eine internen Spam-Filter beim Github verursacht worden sein könnte, der den Account eben als Spam erkannt habe. Falls dies stimme, bleibe aber noch die Frage offen, warum Github auf Grund eines einzelnen Eintrags im Issue-Tracker gleich den gesamten Account lösche statt nur diesen Eintrag, so Rohrer.

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Tet 10. Jun 2019

Zumindest mir ist eine späte umfassende Stellungnahme lieber als eine sofortige, bei der...

barfoo 09. Jun 2019

Man sieht... du hast es nicht geschnallt. Wundert mich nicht. Der typische Fachidiot halt.

Anonymer Nutzer 09. Jun 2019

Ähm... Ob kostenlos oder nicht - Wer meinen Code oder meine Daten hostet, hat mich...

gfa-g 09. Jun 2019

Die Untersuchung ist gut. Problematisch ist aber dass dieses Vorgehen (keine Erklärung...



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