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Das Studium an der Code University soll praxisbezogener werden als das Informatik-Studium.
Das Studium an der Code University soll praxisbezogener werden als das Informatik-Studium. (Bild: Code University)

Der Umgekehrte Generationenvertrag als Geschäftsmodell

Hegemann: Das Geschäftsmodell der Code soll so aussehen, dass die Studenten Gebühren in Höhe von 25.000 Euro für das gesamte Studium zahlen. Das ist sehr viel Geld. Schließt ihr damit nicht Zielgruppen aus?

Bachem: Nein, weil das Studium zunächst für jeden gratis sein soll. Das ist uns sehr wichtig, weil wir die besten Talente für die Code gewinnen wollen, nicht die mit den dicksten Portemonnaies. Wir bieten unseren Studenten dazu den sogenannten Umgekehrten Generationenvertrag (UGV) an. In den ersten zehn Jahren deines Berufslebens zahlst du das Geld mit deinem Gehalt zurück: Ungefähr sechs bis acht Prozent deines Lohns fließen pro Jahr zurück an deinen Finanzier. Es gibt auch eine Deckelung nach oben und nach unten, so dass die Stärkeren die Schwächeren mitfinanzieren.

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Hegemann: Und das wollt ihr allen Studenten anbieten?

Bachem: Im besten Fall ja. Wir haben bereits Partner dafür gewonnen, die das UGV-Modell seit mehr als 20 Jahren umsetzen und viel Erfahrung mitbringen. Jetzt suchen wir noch Stiftungen, die mit einsteigen, damit wir das Modell wirklich jedem unserer Studenten anbieten können.

Hegemann: Im Oktober 2017 wollt ihr mit der Code starten. Wie viele Studenten erwartet ihr für das erste Jahr?

Bachem: Das Ziel sind mindestens 50, mein Traum wären 150.

Hegemann: Reicht diese Zahl an Studenten für die dauerhafte Finanzierung?

Bachem: Nein. Unseren Hochrechnungen zufolge müssten wir 500 bis 600 Studenten haben, um die Hochschule nachhaltig finanzieren zu können. Das wären knapp 200 Studenten pro Jahrgang. Dann finanziert sich der Studienbetrieb selbst. Aber eine Hochschule aufzubauen, ist ohnehin nicht die finanziell attraktivste Sache, die mir einfallen würde.

Hegemann: Wie schwierig ist es für euch, Professoren für Code zu gewinnen?

Bachem: Laut Hochschulgesetz müssen mindestens 51 Prozent der Dozenten Professoren sein und hauptamtlich an der Hochschule arbeiten. Das ist für uns eine große Herausforderung, denn für die Professuren brauchen wir nach den Vorgaben der Länder promovierte Entwickler und Designer. Die sind aber ziemlich schwer zu finden. Wenn wir eine staatlich anerkannte Hochschule sein wollen, müssen wir wissenschaftlich arbeiten und auch forschen. Wenn man da nicht aufpasst, verliert man den Praxisbezug. Wir brauchen also einen guten Mix aus erfahrenen Professoren und Dozenten aus der Praxis.

Hegemann: Noch gibt es eine Diskussion, ob ihr euch in Köln oder Berlin niederlasst. Dass Gründer nach Berlin gehen, ist nichts Neues. Wie kommt es, dass bei euch auch Köln im Rennen ist?

Bachem: Nordrhein-Westfalen ist ein großes Land mit einem riesigen Einzugsgebiet. Das würde uns sowohl bei der Personalsuche als auch bei der Studentenakquise helfen. Meiner Ansicht nach tut sich in Berlin zwar mehr, aber in Köln könnten wir gerade deswegen mehr Impact haben. Andererseits ist die Startup-Szene in Berlin dominanter, dort gibt es mehr reifere Internetfirmen. Und Berlin ist sehr international, schließlich soll das Studium an der Code rein englischsprachig sein. Aber egal, wo wir am Ende starten: Wir wollen in beiden Städten Standorte aufbauen, es ist nur die Frage, in welcher wir anfangen.

Hegemann: Die Idee für die Code hattest du bereits vor zehn Jahren. Warum setzt du sie erst jetzt um?

Bachem: Das ist meinem Lebensweg geschuldet. Ich hätte auch vor zehn Jahren eine Hochschule aufbauen können. Aber wenn du gerade aus der Uni kommst, willst du nicht als Erstes wieder eine Uni aufbauen. Und ich musste erst das richtige Team finden.

Dieser Text erschien zuerst auf T3N, dem Magazin der digitalen Wirtschaft. In der aktuellen Ausgabe geht es unter anderem um neuere Social-Media-Plattformen wie Snapchat, Dubsmash und Musical.ly, Body-Hacking und Fintech.

 Code-Gründer Thomas Bachem: "Wir wollen weg vom Frontalunterricht"

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nvii-media 07. Sep 2016

Das Problem sind dabei auch Plattformen wie Twago. Dort erfolgt ein starkes Preisdumping...

bernstein 31. Aug 2016

zumindest in der schweiz und mit ziemlich viel frontalunterricht, aber auch mit...

Karly 29. Aug 2016

Hört sich gut bei euch an. Ich hab auch nur Dipl. FH mit Uni-.Abschluss wäre knapp 80...

PiranhA 29. Aug 2016

Projektarbeiten sind schon wichtig, weil man im täglichen Leben ja auch nie alleine...

Menplant 29. Aug 2016

oder die Jobs will keiner machen, weil sie grottenschlecht bezahlt sind und es...



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