Coda: Office-365-Alternative kommt ohne "Schiffe versenken" aus

Coda ist eine Office-Software, bei der Tabellenzellen mit Namen statt A11:B13 angesprochen werden können. Dazu wurde eine eigene Skriptsprache entwickelt, die auch interaktive Elemente oder Drittanbieterdienste in Dokumente einfügt.

Artikel veröffentlicht am ,
In Coda werden Tabellenzellen per Name angesprochen.
In Coda werden Tabellenzellen per Name angesprochen. (Bild: Derek Gavey/CC-BY-SA 2.0)

Das Startup-Unternehmen Coda hat nach dreijähriger Entwicklungszeit die erste Betaversion seiner gleichnamigen Software vorgestellt. Coda soll als eine Alternative zu Bürosoftware wie Office 365 oder Google Docs positioniert werden. Der Ansatz ist jedoch etwas anders als bei den traditionellen Konkurrenzprodukten. Ein leeres Dokument wird nämlich je nach Wünschen für beliebige Zwecke genutzt. Es können Tabellenkalkulationen und einfach nur Klartext auf einer Seite dargestellt oder Bedienungselemente wie programmierbare Schieberegler und Echtzeitgrafiken eingefügt werden.

Stellenmarkt
  1. Microsoft Office 365 Admin & Power Platform Developer (m/w)
    Marc Cain GmbH, Bodelshausen
  2. Application Manager SAP TM/LE-TRA*
    SCHOTT AG, Mainz
Detailsuche

Coda verbindet also Tabellenkalkulation und Textverarbeitung in einem Programm und soll dabei dessen Bedienung einfacher gestalten. Das Unternehmen hat dazu eine eigene Skriptsprache entwickelt, über die ein Formular für verschiedene Zwecke erstellt werden kann. In einem Beispiel wird ein Bewertungsbogen für Bewerbungsgespräche mit interaktiven Reglern gezeigt. Ein weiteres Beispiel präsentiert ein Gantt-Diagramm für die Planung eines zeitkritischen Projekts.

Coda legt Wert auf möglichst einfache Bedienung. Ein Problem sei dabei die von den Machern "Schiffe versenken" genannte Art, Tabellenzellen anzusprechen. Statt A1:F3 können Zellen in Coda nach ihren gegebenen Namen angesprochen werden. Außerdem können Dienste von Drittanbietern in das Programm eingebettet werden. Die Methode GoogleDirections kann beispielsweise Navigationsdaten aus Google Maps abrufen. Es können auch mehrere Dokumente miteinander verknüpft und deren Daten untereinander abgerufen werden. Der Dienstleister Uber soll so etwa das Programm als eine Art Unternehmens-Wiki verwenden.

Eigene Skriptsprache erfordert Umstellung

Laut dem Tech-Magazin The Verge ist die von Coda eigens entwickelte Sprache zwar flexibel einsetzbar, doch lösen Konkurrenten wie zum Beispiel Trello die Konfiguration ihrer Skriptsprachen benutzerfreundlicher durch Buttons und Widgets. Daher sei es wahrscheinlich schwierig, die Software in vielen Büroumgebungen zu etablieren, da sie zusätzliche Einarbeitung erfordert.

Golem Karrierewelt
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    12.08.2022, Virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Investoren sehen das anscheinend nicht so eng: Immerhin konnte Coda bereits 60 Millionen US-Dollar an Investitionen erhalten - obwohl das Produkt bisher noch nicht offiziell nutzbar ist. Für die geschlossene Beta können sich Interessierte auf der Produktseite anmelden. Momentan funktioniert das Programm aber nur als Dekstopversion. Die mobile Variante kann nur mit Leserechten geöffnet werden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


tehabe 24. Okt 2017

Das Konzept einer Tabellenkalkulation kommt mir sehr bekannt vor, in den 1990ern...

cu7003 24. Okt 2017

Sprechende Namen machen durchaus Sinn. Beispielsweise kann man Formeln einfacher lesen.

a.ehrenforth 24. Okt 2017

Heutzutage noch eine Desktop Office Software ohne mobile Versionen zu entwickeln, halte...

ikso 24. Okt 2017

Ich glaube nicht das jemand extra eine Skriptsprache erlernen möchte nur um damit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Halbleiterfertigung
Keine modernen Belichtungsmaschinen mehr für China

Maschinen für EUV-Belichtung darf ASML bereits nicht mehr nach China exportieren, auch der Zugang zu älteren DUV-Anlagen soll gekappt werden.

Halbleiterfertigung: Keine modernen Belichtungsmaschinen mehr für China
Artikel
  1. Cariad: VW will wegen Softwareproblemen mehr Personal einstellen
    Cariad
    VW will wegen Softwareproblemen mehr Personal einstellen

    Volkswagen will seine Software-Tochter Cariad personell verstärken, weil es dort Entwicklungsprobleme gibt.

  2. Kryptowinter: Auch Bitcoin-Minern droht die Zahlungsunfähigkeit
    Kryptowinter
    Auch Bitcoin-Minern droht die Zahlungsunfähigkeit

    Nicht nur Bitcoin-Verleiher gehen in der Krise pleite. Auch professionelle Krypto-Mining-Unternehmen kämpfen um ihre Liquidität.

  3. Gewobag: 500 Ladepunkte für Mieter in Berlin geplant
    Gewobag
    500 Ladepunkte für Mieter in Berlin geplant

    Mieter der Berliner Gewobag sollen bis Ende 2024 etwa 500 Ladepunkte für ihre E-Autos nutzen können. Die Gesellschaft verfügt über 16.000 Stellplätze.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Red Friday: Mega-Rabatt-Aktion bei Media Markt • PS5 bestellbar • EVGA RTX 3090 günstig wie nie: 1.649€ • MindStar (MSI RTX 3060 429€, MSI 31,5“ WQHD 165Hz 369€) • Samsung QLED 85" günstig wie nie: 1.732,72€ • Alternate (Tower & CPU-Kühler) • Der beste 2.000€-Gaming-PC [Werbung]
    •  /