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Cobol, KI und die Lust am Abgesang:
Cobol ist kein Museumsstück

Der Reflex funktioniert zuverlässig: KI soll Cobol-Systeme modernisieren, daraufhin wird Cobol für überflüssig erklärt. Mit der Realität hat das nur bedingt zu tun.
/ Uwe Graf
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Die Computerwissenschaftlerin Grace Hopper unterrichtet Cobol in den 60er Jahren. (Bild: cience Photo Library via Reuters Connect)
Die Computerwissenschaftlerin Grace Hopper unterrichtet Cobol in den 60er Jahren. Bild: cience Photo Library via Reuters Connect

Sobald eine neue Technologie auf eine alte trifft, ist das Drehbuch oft vorhersehbar. Eine KI soll bei der Modernisierung von Cobol-Systemen helfen. Kurz darauf reagiert der Aktienkurs von IBM spürbar. In Kommentarspalten und sozialen Netzwerken setzt der vertraute Reflex ein. Das Ende einer Ära wird ausgerufen. Der Mainframe wird symbolisch zu Grabe getragen. Und Cobol wird endgültig zum Museumsstück erklärt.

Diese Dramaturgie funktioniert zuverlässig. Mit der Wirklichkeit produktiver IT-Landschaften hat sie jedoch nur begrenzt zu tun.

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