• IT-Karriere:
  • Services:

CO2: Wie Kohlebergwerke zum Klimaschutz beitragen können

Der Wärmesektor verursacht immense Mengen CO2. Um die Klimaziele zu erreichen, muss er dringend umgebaut werden. Ein Pilotprojekt in Aachen zeigt nun, dass ausgediente Kohlebergwerke einen wichtigen Beitrag leisten könnten.

Artikel von Daniel Hautmann veröffentlicht am
Bergwerksschacht
Bergwerksschacht (Bild: Pixabay)

Der Schacht, aus dem die Wärme kommt, reicht 890 Meter in die Tiefe. Einst fuhren hier Bergleute ein, um Steinkohle abzubauen. Heute ist die Grube Anna in Alsdorf bei Aachen ein Hotspot der Wärmewende - im wahrsten Sinne des Wortes.

Inhalt:
  1. CO2: Wie Kohlebergwerke zum Klimaschutz beitragen können
  2. Rhein-/Ruhrregion ist prädestiniert

In Alsdorf wird eine wegweisende Methode, Gebäude weitgehend klimaneutral zu beheizen, erprobt. Hier fördert man das sogenannte Grubenwasser, das sich im Innern eines ehemaligen Steinkohlebergwerks sammelt. Schließlich wird es mit jedem Tiefenmeter wärmer, also wird auch das einsickernde Regenwasser temperiert. Auf bis zu 26 Grad in diesem Fall.

Die Wärme aus dem Untergrund lässt sich mittels eines Wärmetauschers über Tage fördern. Dort hievt eine Wärmepumpe die Temperatur auf 50 Grad und mehr, um damit das Energiemuseum Energeticon samt Verwaltungstrakt zu beheizen. Das soll laut der EnergieAgentur Nordrhein-Westfalen rund 70 Prozent der Heizkosten einsparen, nur zu Spitzenzeiten müsse per Gastherme zugeheizt werden.

Rund 60.000 Schächte und Stollen

Anlagen wie die in Alsdorf könnten bei der Wärmewende noch eine wichtige Rolle spielen. Leonhard Thien, Themengebietsleiter Geothermie bei der Energieagentur Nordrhein-Westfalen, schätzt die Zahl der Schächte und Stollen allein im Ruhrgebiet und im Aachener Revier auf rund 60.000. Damit ließen sich im Jahr 2035 jährlich 1.300 Gigawattstunden gewinnen, schätzt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen in seiner Potenzialstudie Warmes Grubenwasser (PDF). Das sei genug für etwa 75.000 Einfamilienhaushalte.

Stellenmarkt
  1. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Bonn
  2. Würth Industrie Service GmbH & Co. KG, Bad Mergentheim, Großraum Würzburg

Die Nutzung des geothermischen Potenzials stillgelegter Bergwerke habe einen enormen Vorteil, sagt Ernst Huenges, der beim Geoforschungszentrum Potsdam die Sektion Geothermie leitet: "Die Infrastruktur ist schon da. An anderen Stellen muss man großen Aufwand treiben, um in die heiße Tiefe zu kommen. Aus Bergwerken kann die Erdwärme ohne neue Bohrung einer Nutzung zugeführt werden." Zudem muss das Grubenwasser meist ohnehin abgepumpt werden, damit es nicht nach oben steigt und das Trinkwasser mit gelösten Salzen, Metallen oder Chlorverbindungen verunreinigt. Zwar ist die Temperatur der Grubenwässer mit 20 bis 35 Grad vergleichsweise gering, dafür aber sind die Volumenströme interessant.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Rhein-/Ruhrregion ist prädestiniert 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€
  2. (-10%) 17,99€
  3. (-53%) 27,99€
  4. (-15%) 12,67€

Bitte... 26. Jul 2019

Es existiert kein Planet B, aber wir alleine können gegenüber den Hauptemmitenten da...

Bitte... 25. Jul 2019

Dann rechne mal genauer vor statt deiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Traum = vage...

skythe 23. Jul 2019

Interessante These aber noch solltest du diese nicht als vollendete Tatsache darstellen...

M.P. 23. Jul 2019

Verflüssigen kann man es schon wenn man es bei niedrigen Temperaturen oder unter hohem...

das-emu 23. Jul 2019

Da bekomme ich als Forstwart gleich n schauer über den Rücken. Das wertvolle...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Data Scientist: Ein Mann, der mit Daten Leben retten will
Data Scientist
Ein Mann, der mit Daten Leben retten will

Senfgelbes Linoleum im Büro und weniger Geld als in der freien Wirtschaft - egal, der Data Scientist Danilo Schmidt liebt seinen Job an der Charité. Mit Ärzten entwickelt er Lösungen für Patienten. Die größten Probleme dabei: Medizinersprech und Datenschutz.
Ein Porträt von Maja Hoock

  1. Computerlinguistik "Bordstein Sie Ihre Erwartung!"
  2. OpenAI Roboterarm löst Zauberwürfel einhändig
  3. Faceapp Russische App liegt im Trend und entfacht Datenschutzdebatte

Galaxy Z Flip im Hands-on: Endlich klappt es bei Samsung
Galaxy Z Flip im Hands-on
Endlich klappt es bei Samsung

Beim zweiten Versuch hat Samsung aus seinen Fehlern gelernt: Das Smartphone Galaxy Z Flip mit faltbarem Display ist alltagstauglicher und stabiler als der Vorgänger. Motorolas Razr kann da nicht mithalten.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Isocell Bright HM1 Samsung verwendet neuen 108-MP-Sensor im Galaxy S20 Ultra
  2. Smartphones Samsung schummelt bei Teleobjektiven des Galaxy S20 und S20+
  3. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor

Gebrauchtwagen: Was beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos wichtig ist
Gebrauchtwagen
Was beim Kauf eines gebrauchten Elektroautos wichtig ist

Noch steht der Markt für gebrauchte Teslas und andere Elektroautos am Anfang der Entwicklung. Für eine verlässliche Wertermittlung benötigen Käufer ein Akku-Zertifikat. Das bieten private Verkaufsberater an. Ein österreichisches Startup will die Idee groß rausbringen.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektroautos EU-Kommission billigt höheren Umweltbonus
  2. Elektroauto Jaguar muss I-Pace-Produktion mangels Akkus pausieren
  3. 900 Volt Lucid stellt Serienversion seines Luxus-Elektroautos vor

    •  /