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Rhein-/Ruhrregion ist prädestiniert

Für die geothermische Nutzung von Grubenwässern ist die Rhein-/Ruhrregion prädestiniert. Hier gibt es günstige geologische Bedingungen, viele Bergwerke, rund acht Millionen Menschen, viel Industrie und zahlreiche Nah- und Fernwärmenetze. Auch Regenerativenergie-Spezialist Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin ist dafür, den Schatz zu heben: "Die Abwärmenutzung ist dort, wo es zu vertretbaren Kosten geht, durchaus sinnvoll."

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Ganz neu ist die Idee nicht. Weltweit gibt es bereits Anlagen, die Wärme aus Bergwerken, Straßentunnels oder U-Bahnschächten zu nutzen. Bei bisherigen Anlagen wird das Temperaturniveau des Wassers direkt, etwa zur Fischzucht, genutzt oder eben per Wärmepumpe zum Heizen erhöht. Die Anlage bei Aachen ist dennoch ein Novum. "Alsdorf ist ein Leuchtturmprojekt. Das warme Grubenwasser bietet vor allem lokal interessante Möglichkeiten, erhebliche Mengen an Treibhausgasen im Wärmebereich einzusparen", sagt Thien.

Doppel-U-Sonde

Während bei gewöhnlichen Geothermiebohrungen die Rohre im Untergrund einzementiert werden, kommt hier erstmals eine sogenannte Doppel-U-Sonde zum Einsatz, die frei in der Wassersäule hängt. Das Schlauchpaket besteht aus vier einzelnen, je 75 Millimeter dicken Polyethylen-Leitungen. Dieses Paket bildet den Wärmetauscher. Das Kunststoffrohr ist so dimensioniert, dass es dem Druck der rund 710 Meter hohen Wassersäule trotzt. Da es jedoch mit Wasser gefüllt ist, ist das keine Herausforderung.

Das Einbringen des Schlauchpakets dagegen war eine Leistung. Schließlich wiegt es leer rund fünf Tonnen. Da es unbefüllt aber zu viel Auftrieb gehabt hätte, um es ins Wasser hinabzulassen, musste es befüllt werden. Voll Wasser wiegt das Schlauchpaket aber 15 Tonnen, muss beim Einbringen also mit schwerem Gerät festgehalten werden, damit es nicht in der Tiefe verschwindet.

Gesamtkosten: eine Million

Ganz ohne zu bohren kam man auch in Alsdorf nicht an das warme Grubenwasser. Der Schacht wurde 1983, nach Stilllegung des Bergwerks, mit einem 153 Meter dicken Betondeckel versiegelt. Dieser musste nun durchbohrt werden, was einen Großteil der Gesamtkosten von etwa einer Million Euro verschlang.

Anderenorts will man zukünftig bestehende Luftschächte nutzen - und so Kosten einsparen. Leonhard Thien glaubt fest daran, dass in Zukunft weitere Steinkohlebergwerke zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Schließlich gibt es solche Anlagen weltweit. Besonders interessiert an den Forschungsergebnissen seien die Niederländer.

Auch Kühlen geht

Neben dem Leuchtturmprojekt in Alsdorf wollen die Bochumer Stadtwerke auf einem Gewerbeareal in den kommenden Jahren zeigen, was mit der Energie aus der Tiefe möglich ist: "Nie zuvor wurde eine Fläche dieser Größenordnung mit Geothermie erschlossen", sagt Thomas Eiskirch, Bochums Oberbürgermeister. Hier soll nicht nur geheizt, sondern gleichzeitig auch gekühlt werden. Dafür soll 18 Grad kaltes Wasser aus etwa 300 Metern gehoben werden. Kältemaschinen senken die Temperatur weiter herab.

Den Untergrund als Speicher nutzen wollen Forscher auch anderswo. Dazu soll im Sommer Abwärme von Klimaanlagen in den Boden eingebracht und im Winter wieder entzogen werden. Auch dies ist übrigens gar nicht so neu: Deutschlands prominenteste Anlage dieser Art findet sich mitten in Berlin: unter dem Reichstagsgebäude.

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 CO2: Wie Kohlebergwerke zum Klimaschutz beitragen können
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Bitte... 26. Jul 2019

Es existiert kein Planet B, aber wir alleine können gegenüber den Hauptemmitenten da...

Bitte... 25. Jul 2019

Dann rechne mal genauer vor statt deiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Traum = vage...

skythe 23. Jul 2019

Interessante These aber noch solltest du diese nicht als vollendete Tatsache darstellen...

M.P. 23. Jul 2019

Verflüssigen kann man es schon wenn man es bei niedrigen Temperaturen oder unter hohem...

das-emu 23. Jul 2019

Da bekomme ich als Forstwart gleich n schauer über den Rücken. Das wertvolle...


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