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CO2-Vorschriften: Volkswagen verlängert die Produktion des E-Golfs

Die Probleme mit dem ID.3 und die CO2-Vorschriften der EU haben Volkswagen wohl zum Umdenken gebracht: Der E-Golf soll weitergebaut werden.
/ Andreas Donath
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E-Golf (Bild: Volkswagen)
E-Golf Bild: Volkswagen

Um die CO2-Ziele der EU zu erreichen, muss Volkswagen offenbar den E-Golf weiter bauen. Das geht aus einem internen Dokument hervor, das dem Elektroautoverleiher und Youtubekanal Nextmove zugespielt wurde. Eigentlich sollte der ID.3 die Rolle des CO2-Einsparers übernehmen, doch es gibt Softwareprobleme bei der Produktion. Nun soll der E-Golf etwa bis September 2020 weiter gebaut werden.

Die letzte Produktionswoche für den E-Golf soll dem Bericht nach die Kalenderwoche 45/2020 sein. Die letzten Bestellungen sollen am 2. Oktober 2020 möglich sein.

VW baute im Dezember 2019 den 100.000 E-Golf. Die Fahrzeugproduktion sollte eigentlich eingestellt werden, um die Einführung des ID-3 im Sommer 2020 zu ermöglichen. Der Konzern gibt nach Angaben von Nextmove derzeit großzügige Rabatte auf den E-Golf.

Schon Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass VW ein massives Problem beim ID.3 hat. Beim Bau kann die Software, ohne die das Auto nicht fährt, nicht direkt installiert werden. Deshalb laufen die Fahrzeuge halb fertig vom Band und werden auf riesigen Parkplätzen zwischengelagert. Die Installation soll später von Hand erfolgen. VW hält derweil an der Auslieferung im Sommer fest . Ob es dennoch zu einer Verzögerung aufgrund der Corona-Krise kommt, lässt sich nicht vorhersagen. Derzeit ruht die Produktion von Volkswagen.

Das elektrische Einstiegsmodell E-Up von Volkswagen verkauft sich unterdessen sehr gut. Im ersten Quartal 2020 wurden 20.000 Stück bestellt.

Volkswagen will bis 2028 weltweit knapp 70 vollelektrische Modelle auf den Markt bringen. Ob dies angesichts der Corona-Krise möglich ist, lässt sich noch nicht absehen.


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