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Kommt das Stromnetz an seine Grenzen?

Doch selbst wenn das Lithium ohne große Umweltschäden hergestellt werden könnte, werden Zweifel an der Massentauglichkeit der Elektromobilität geweckt. So macht der ZDF-Journalist Lesch im erwähnten Videobeitrag die Rechnung auf, dass das Stromnetz niemals die Leistung liefern könne, um das Aufladen der Akkus zu garantieren. Die bereitgehaltene Kraftwerksleistung müsse dazu um das Fünffache von derzeit 68,5 Gigawatt auf 350 Gigawatt gesteigert werden. Dabei geht Lesch davon aus, dass eine Million Elektroautos gleichzeitig an eine Schnellladesäule mit 350 Kilowatt angeschlossen werden könnten. Lesch sieht daher die Wasserstofftechnik im Vorteil, obwohl bei der Erzeugung und Nutzung des Flüssiggases hohe Verluste entstehen.

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Eine ähnliche Rechnung hatte schon der Diplomphysiker und Kabarettist Vince Ebert in einer Kolumne vom März 2017 aufgestellt. Dabei ging er anders als Lesch davon aus, dass zunächst nur 100.000 Autos gleichzeitig mit 350 Kilowatt geladen würden. Dafür wären 35 Gigawatt nötig. In einer weiteren Rechnung setzte er voraus, dass bei 60 Millionen Elektroautos in Deutschland diese alle zwei Tage eine halbe Stunde ans Netz gehen müssten. Dafür seien dann "140 neue Kraftwerke oder 220.000 Windräder oder eine Fotovoltaikanlage von der Größe des Saarlands" erforderlich.

Keine 100.000 Schnellladepunkte geplant

Zwar sind Lesch und Ebert keine Elektroingenieure, sondern Physiker, doch das sollte sie nicht daran hindern, ihre Theorien stärker an der Realität zu überprüfen. So ist die Vorstellung völlig absurd, dass eine Million Schnellladesäulen mit 350 Kilowatt in Deutschland bereitgestellt werden müssten. Solche Säulen sind vor allem entlang der Autobahnen sinnvoll und erforderlich. Gerade nachts können Elektroautos mit deutlich weniger Leistung langsam aufgeladen werden. Selbst 100.000 Schnellladepunkte mit 350 kW - wie nach Eberts Rechnung - wird es nicht geben. Zudem ließe sich mit Hilfe von Lastmanagement eine Überlastung des Stromnetzes vermeiden.

Bei seiner zweiten Rechnung setzt Ebert voraus, dass ein Elektroauto alle zwei Tage rund 175 kWh nachlädt. Das würde eine Fahrleistung von rund 150.000 Kilometern im Jahr ergeben - was völlig unrealistisch ist. Es ist daher kein Zufall, dass die Energieversorger bislang keine besonderen Probleme für ihre Netze erwarten, wenn es künftig viel mehr Elektroautos geben sollte. Dennoch werden die Rechnungen von Lesch und Ebert im Netz gerne als Beleg genommen, dass die Sache mit der Elektromobilität doch gar nicht funktionieren kann.

 Wie schädlich ist der Lithium-Abbau?Sind Elektroautos nur etwas für Reiche? 
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Jossele 18. Aug 2019

Der Überschrift dieses Post möchte ich mich hiermit vollinhaltlich anschließen. Solche...

Crass Spektakel 31. Jul 2019

Nicht jede Standardhose paßt jedem Standardbürger. Zukünftige Mobilität wird eben nicht...

floxiii 30. Jul 2019

Ich habe nicht studiert, um mich in die stinkenden, unklimatisierten und lauten Gefährte...

schueppi 25. Jul 2019

Ich finde es etwas schade, dass man immer so argumentiert. Ja, ich fahre mit meiner Frau...

flauschi123 20. Jul 2019

Ergo - Solarstrom = null. Bleibt bei den EEs nur Wasserkraft und Windkraft - und...


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