CO2-Emissionen: Kreislaufsystem für Kohlenstoff vorgestellt
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)(öffnet im neuen Fenster) entwickelt bereits seit 2020 ein Verfahren, um die unvermeidbaren Emissionen in Industrieprozessen komplett klimaneutral zu gestalten. Dafür wird die Technik in den nächsten Monaten in einem Gusseisenwerk in Singen in Baden-Württemberg in den industriellen Prozess integriert.
In dem Werk, in welchem unter anderem Teile von Achsen und Bremsen für die Automobilindustrie gefertigt werden, lässt sich der eingesetzte Koks nicht ersetzen. Er dient nicht nur der Erhitzung, sondern der Kohlenstoff ist essenziell für die späteren Materialeigenschaften.
Hoher Energiebedarf mit variablen Quellen
Beim Verfahren namens Necoc(öffnet im neuen Fenster) (no emissions through converting carbon dioxide to carbon) wird das anschließend freigesetzte CO 2 konzentriert und in eine spezielle Anlage eingespeist. Unter der Zugabe von Wasserstoff entsteht daraus Methan.
Dieses muss im weiteren Prozess durch flüssigen Zinn geleitet werden. In einer Pyrolysereaktion wird Methan in Wasserstoff und Kohlenstoff zersetzt. Der Wasserstoff kann anschließend wieder für die Methanisierung genutzt werden. Der Kohlenstoff ersetzt den Koks aus der Gusseisenfertigung.
Zwar ist der Energiebedarf für den Prozess hoch, aber laut des Forschungsteams lässt dieser sich anders als bei der Gusseisenherstellung problemlos mittels Elektrizität abdecken.
Geschlossenen Kreislauf schaffen
Geplant ist, auch an anderer Stelle die unvermeidlichen Emissionen in möglichst geschlossene Kreisläufe einzubinden. Unter anderem soll die Technik in Müllverbrennungsanlagen zum Einsatz kommen.
Der gewonnene Kohlenstoff könnte dann beispielsweise für die Elektroden von Akkumulatoren genutzt werden. Auch auf diese Weise wäre der Kohlenstoff in feste Kreisläufe eingebunden und wird nicht mehr emittiert.
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