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CO2-Ausstoß beim Streaming: RTL vergleicht Streaming mit Autofahren

RTL hat untersucht, wie sich das Streaming von RTL+ auf den CO2-Fußabdruck auswirkt. Vor allem das verwendete Endgerät dürfte entscheidend sein.
/ Tobias Költzsch
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Streaming hat wie fast alles Auswirkungen auf die Klimabilanz. (Bild: Pixabay)
Streaming hat wie fast alles Auswirkungen auf die Klimabilanz. Bild: Pixabay / Pixabay-Lizenz

RTL Deutschland hat eine Untersuchung darüber vorgelegt, wie sich Streaming auf den CO2-Ausstoß auswirkt. Anhand der Analyse(öffnet im neuen Fenster) fand das Medienunternehmen heraus, dass durch eine Stunde RTL+-Schauen durchschnittlich 42,7 Gramm CO2e ausgestoßen werden. Mit CO2e werden CO2-Äquivalente(öffnet im neuen Fenster) bezeichnet, eine Maßzahl für den relativen Beitrag zum Treibhauseffekt.

Der Ausstoß soll bei Verwendung einer durchschnittlichen Bitrate entstehen, unter Berücksichtigung der beeinflussbaren und verwendeten Ökostromtarife. RTL rechnete die Zahl in eine mit dem Auto zurückgelegte Strecke um und kam dabei auf 150 Meter – eine Stunde Streamen soll demnach einer Strecke von 150 Metern mit dem Auto entsprechen.

Wie diese Rechnung genau zustande kommt, erklärt RTL nicht. Der CO2-Ausstoß eines Autos hängt von zahlreichen Faktoren ab, etwa der Motorisierung, dem Alter des Fahrzeugs und auch der Anzahl der Insassen.

CO2-Ausstoß beim Auto hängt von vielen Faktoren ab

Im CO2-Rechner von Quarks(öffnet im neuen Fenster) ergibt sich für einen Benziner mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,2 Litern (die Kategorie mittelalt) und einem Passagier ein Fahrweg von 213 Metern pro 42,7 Gramm CO2, bei einem mittelalten Diesel mit 6,8 Litern auf 100 Kilometern sind es bei einem Passagier 198 Meter pro 42,7 Gramm CO2.

Ein Benziner mit einem Verbrauch von 6,5 Litern hingegen stößt 42,7 Gramm CO2 auf einer Strecke von 236 Metern aus. Eventuell ließ RTL weitere Faktoren wie den Transport der Kraftstoffe in die Rechnung einfließen.

RTL zufolge sollen inhouse keine CO2e-Emmissionen entstehen. Die Nutzung der Cloud stoße 0,8 Gramm CO2e, der Transport zum Nutzer 11,1 Gramm CO2e. Die größte Menge CO2e werde durch den Energieverbrauch der Kunden selbst emittiert, laut RTL sind es 30,9 Gramm pro Stunde und Nutzer. Diese Zahl ist allerdings – wie alle Berechnungen – nur ein Durchschnittswert.

CO2-Ausstoß mit Fernseher höher

Schauen Kunden RTL+ beispielsweise über ein Smartphone oder Tablet, ist der User-Ausstoß wesentlich geringer. Ein alter Fernseher hingegen lässt den CO2e-Ausstoß an dieser Stelle in die Höhe schnellen.

Die Studie wurde komplett inhouse bei RTL Deutschland und Bertelsmann angefertigt. Sie kann per E-Mail angefordert werden.


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