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CO2-Ausstieg der Bundesregierung: Ja zur Wärmepumpe, nein zum Verbrenner

Die Bundesregierung beschließt den Fahrplan zur Energiewende. Er wird auf der UN-Generalversammlung vorgestellt und hält Überraschungen bereit.
/ Mario Petzold
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Blick auf Oberhausen im Winter 2016/17 (Bild: Getty Images/Lukas Schulze)
Blick auf Oberhausen im Winter 2016/17 Bild: Getty Images/Lukas Schulze

Wie unter anderem der Spiegel(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) und der WWF Deutschland berichten(öffnet im neuen Fenster), hat sich das Bundeskabinett auf einen Fahrplan(öffnet im neuen Fenster) zur Transformation weg von fossilen Energien geeinigt, international als Roadmap for Transitioning Away from Fossil Fuels oder Taff bezeichnet.

Deutschland ist damit nach Frankreich und den Niederlanden das dritte Land weltweit, das sich auf einen konkreten Zeitplan zur Reduzierung der CO2-Emissionen auf null festlegt. Bundesumweltminister Carsten Schneider, der das Papier auf der UN-Generalversammlung präsentieren wird, erklärte, die aktuelle Weltlage mit sich wiederholenden Energiekrisen habe geholfen, eine konsequente Festlegung zu treffen.

2045 soll das Ziel erreicht sein, in Summe kein Kohlendioxid mehr auszustoßen. Negative Emissionen durch Wälder und Moore sind darin verrechnet, so dass weiterhin unvermeidbare Emissionen aus einigen Industriezweigen und der Bauwirtschaft zu verzeichnen sein dürften.

Zunächst soll bis 2038 der Kohleausstieg erfolgen. Außerdem soll geprüft werden, ob dieser sich auf das Jahr 2035 vorziehen lässt.

Konsequente Elektrifizierung geplant

In dem Papier ist keine Rede von synthetischen Kraftstoffen oder hocheffizienten Verbrennungsmotoren, die zuletzt zu Diskussionen führten. Stattdessen soll das Ziel, die Fahrzeugflotte emissionsfrei zu bekommen, durch eine vollständige Elektrifizierung erreicht werden. Bis 2035 soll die Quote bei Neuzulassungen bei 100 Prozent batterieelektrischer Pkw liegen.

Ähnlich eindeutig äußert sich die Regierung laut Spiegel zur Wärmeversorgung. Von klimaneutralem Brennstoff und Biotreppen wird nicht mehr gesprochen. Stattdessen wird Bezug auf einen aktuellen Projektionsbericht genommen, der der Bundesregierung vorliegt. Demnach wird sich die Wärmepumpe in den nächsten Jahren und kommenden Jahrzehnten zur dominanten Heizungsart entwickeln.

Der Golem-Blick

Dass Elektroauto und Wärmepumpe als Lösung für Energiekrisen betrachtet werden, ist nur konsequent. Im Vergleich zum Verbrennungsmotor und fossilen Heizungen liegt der Energiebedarf bei den elektrischen Alternativen jeweils nur bei einem Drittel bis Viertel. Deutschland könnte durch diese Transformation seinen Primärenergiebedarf insgesamt mehr als halbieren und die gefährliche wie teure Abhängigkeit von Energieimporten von außerhab der EU größtenteils beenden.


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