Co-Working: Wework zieht Börsengang offiziell zurück

Nach Druck von Großaktionär Softbank und dem wohl nicht ganz freiwilligen Rücktritt von Gründer und CEO Neumann ist der Börsengang von Wework vorerst abgesagt. Die neuen Chefs sagen aber, er sei nur verschoben.

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Der Börsengang von Wework ist offiziell nun verschoben.
Der Börsengang von Wework ist offiziell nun verschoben. (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Der Co-Working-Anbieter Wework, der offiziell The We Company heißt, hat seinen geplanten Börsengang zurückgezogen, wie das Unternehmen in einer kurzen Nachricht mitteilt. Dies geschieht wohl vor allem auf Druck des Großaktionärs Softbank, der zuletzt auch für den Rücktritt von Gründer und CEO Adam Neumann gesorgt haben soll.

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Vor ungefähr drei Wochen gab es bereits erste Berichte darüber, dass Softbank darauf dränge, den Börsengang abzusagen, nachdem Wework seine Bewertung stetig gesenkt hatte. Diese soll für den Börsengang zuletzt unter 20 Milliarden US-Dollar gelegen haben, was einen enormen Rückgang gegenüber der Bewertung von 47 Milliarden US-Dollar bedeutet, bei der zuvor in diesem Jahr Kapital aufgenommen wurde. Der japanische Technologiekonzern Softbank und der von Saudi-Arabien unterstützte Vision Fund haben mehr als 10 Milliarden US-Dollar in den Anbieter von Büroflächen investiert. Im ersten Halbjahr 2019 hatte Wework bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden US-Dollar einen Verlust von 900 Millionen US-Dollar, wie aus dem Bericht für die Finanzaufsicht SEC zum Börsengang hervorgeht.

In der vergangenen Woche musste schließlich auch der Wework-Gründer Adam Neumann seinen Posten als CEO räumen. Auch das ist wohl auf Druck von Softbank hin geschehen. Anlass dafür dürfte ein Bericht des Wall Street Journals gewesen sein, der Neumann ein sehr fragwürdiges Verhalten vorwirft. So habe Neumann eigene Immobilien an das Unternehmen vermietet, fragwürdige eigene Geschäfte mit seinen Anteilen getätigt, sich Hunderte Millionen US-Dollar gegen seine Anteile geliehen oder einen Privat-Jet über das Unternehmen gekauft.

Die Posten des We-CEO teilen sich nun der bisherigen Finanzchef Artie Minson sowie der bisherige stellvertretender Vorsitzender Sebastian Gunningham. Die beiden sagten, Wework solle sich nun auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Außerdem sei der Börsengang nur verschoben und solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

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