CNCF: Kollaborativer Fork soll Open-Source-Elasticsearch retten

Nach dem Lizenzwechsel soll Elasticsearch als Community-Fork weitergeführt werden. Die Initiatoren kontern die Kritik an AWS durch Elastic.

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Logz.io will einen offenen Fork von Elasticsearch erstellen.
Logz.io will einen offenen Fork von Elasticsearch erstellen. (Bild: Logz.io)

Das auf Log-Management und -Analyse spezialisierte Unternehmen Logz.io plant einen Fork von Elasticsearch und Kibana, nachdem deren Hauptentwickler Elastic einen Lizenzwechsel angekündigt hat. Die Elastic-Software soll künftig unter der nicht-freien SSPL erstellt und verteilt werden. Logz.io will nun aber mit Hilfe von Partnern und der Community den bisher unter der Apache-Lizenz stehenden Code kollaborativ weiterentwickeln. Projektheimat sollen Konsortien wie die Apache Software Foundation (ASF) oder auch die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) werden.

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Dem Lizenzwechsel von Elastic liegen Probleme mit der Finanzierung sowie dem Geschäftsmodell des Open-Source-Unternehmens zugrunde. Denn die bisherigen Open-Source-Lizenzen ermöglichen es großen Cloud-Hostern, allen voran Amazons AWS, den Software-Code als gehostete Lösung in ihre Angebote zu integrieren, ohne dass von den damit erwirtschafteten Gewinnen etwas bei den Hauptentwicklern der Software ankommt.

Zugleich kritisierte der Elastic-CEO Shay Banon auf Twitter deutlich das Vorgehen von AWS. Der Cloud-Hoster habe die Community mit seinem Angebot in die Irre geführt und Elastic zu dem Lizenzwechsel gezwungen. So habe AWS das Markenrecht ignoriert und mit seiner Open Distribution for Elasticsearch die Community gespalten.

Harsche Kritik an Elastic

Der Logz.io-CEO, Tomer Levy, wirft nun wieder Elastic vor, selbst nicht fair gehandelt zu haben. Das Versprechen, dass der Code etwa immer unter der Apache-Lizenz stehen werde, habe das Unternehmen gebrochen. Ebenso habe Elastic seine Arbeiten an dem Open-Source-Code stark vernachlässigt und sich auf seine kommerziellen Zusätze konzentriert.

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Zwar könne der Schritt "kurzfristige Ergebnisse an der Wall Street bringen, aber es verrät letztendlich die Gemeinschaft von Menschen, die Elastic zu dem gemacht haben, was es heute ist", schreibt Levy in dem Blogpost. Weiter heißt es: "Es ist ironisch, Elastic als beraubtes und armes Wesen darzustellen. Anders ausgedrückt ist es ein Milliarden-Dollar-Unternehmen, das versucht, den Wettbewerb brutal zu blockieren, Community-Benutzer zu zwingen, für Elasticsearch zu bezahlen und ein Ökosystem vollständig zu monetarisieren."

Elastic hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 14,7 Milliarden US-Dollar und erwirtschaftete allein im vergangenen Geschäftsquartal rund 145 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 43 Prozent zum Vorjahresquartal. Die Produkte von Logz.io basieren selbst direkt auf Elasticsearch und Kibana, sodass das Unternehmen ein starkes Interesses daran hat, dass die Software auch künftig weiter frei verfügbar ist. Das gilt wohl aber auch für viele weitere Unternehmen, die deshalb bereits in Kontakt mit Logz.io seien.

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