Lidls Cloudsparte Stackit: "Kubernetes ist nicht das Endgame"

Doch nicht Kubernetes? Dominik Kress von Stackit betitelt so einen Vortrag - und eröffnet damit die Frage, ob man Kubernetes dort vielleicht gar nicht mag.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Es muss nicht immer Kubernetes sein.
Es muss nicht immer Kubernetes sein. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Stackit, gestartet 2018, versucht sich, als Mitspieler auf dem Markt für Cloud Computing zu etablieren. Aus der ehemaligen IT-Abteilung für den Handelskonzern Schwarz Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, wird eine Cloudsparte. Wie das dort gemacht wird und ob es klappt, ist auch deshalb interessant zu beobachten, weil in Zukunft wohl viele Konzerne einen solchen Schritt in Erwägung ziehen werden. So hat etwa der Einzelhandelskonzern Walmart verstärkte Aktivitäten angekündigt, um sich von Cloudanbietern unabhängiger zu machen.

Inhalt:
  1. Lidls Cloudsparte Stackit: "Kubernetes ist nicht das Endgame"
  2. Was ist dran an ''Kubernetes ist nicht das Endgame''?

Dominik Kress ist Product Owner der Stackit Cloud Foundry bei Schwarz IT, dem IT-Arm der Schwarz Gruppe. Zu Schwarz IT gehört die digitale Marke Stackit, unter der Cloudlösungen zugeschnitten auf den deutschsprachigen Raum angeboten werden. Auf dem We Are Developers World Congress hielt Kress einen Vortrag mit dem Titel The Future of Cloud is Abstraction - Why Kubernetes is not the Endgame for Stackit (übersetzt in etwa: Die Zukunft von Cloudcomputing ist Abstraktion - Warum Kubernetes für Stackit nicht das Endgame ist).

Dabei erzählte Kress unter anderem, was der Auslöser war, den Weg vom althergebrachten Konzern-Rechenzentrum zur Cloudlösung zu beschreiten. Irgendwann müsse man sich fragen, wann das eigene Rechenzentrum vor Ort zu einer Cloud wird. "Um besser skalierbar zu sein, brauchen wir self-service; in der Infrastruktur self-service zu haben oder in sie einzuführen, macht sie ein bisschen zur Cloud", sagte er.

Auch wenn Kress es nicht so formulierte, bedeutet das schlicht, dass Konzerne vor der Entscheidung stehen: Entweder sie erweitern ihre eigenen Rechenzentren, um sie in Richtung eines Clouddienstes weiterzuentwickeln. Oder sie geben nach und nach Aufgaben von den eigenen Rechnern zu einem Clouddienstleister ab, weil die cloudtypische Infrastruktur für moderne Softwareentwicklung und -betrieb benötigt wird.

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Kress hat die Entwicklung vom lokalen Rechenzentrum zur Cloudsparte im Schwarz-Konzern mitgemacht und als Product Owner mitgestaltet. In seinem Vortrag ging er auch auf Kubernetes ein - und erwähnte, dass man bei Stackit auch darüber hinausgehen wolle.

Dabei hat sich das Open-Source-System zur Automatisierung der Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Container-Anwendungen für die Cloud in den letzten Jahren als Quasi-Standard durchgesetzt. Zudem sagte der Vorstandsvorsitzende der Schwarz IT, Christian Müller, im Golem.de-Interview kürzlich zur Entwicklung des Technologie-Stacks von Stackit, man hätte "rückblickend vermutlich früher noch mehr auf Kubernetes setzen können."

Skalierbare Container-Infrastrukturen: Das Handbuch für Admins & DevOps-Teams, inkl. Docker und Container-Orchestrierung mit Kubernetes und OpenShift

PaaS vs KaaS

Um Kress' Aussagen einordnen zu können, muss man beachten, dass er Product Owner für die Stackit Cloud Foundry ist - und nicht für Stackit Kubernetes oder das gesamte Portfolio der Stackit Cloud. Die Stackit Cloud Foundry basiert auf dem Open-Source-Projekt Cloud Foundry und ist Stackits Lösung für ein Platform-as-a-Service-Angebot (PaaS).

Dadurch ergibt sich ein Problem mit dem Titel des Vortrags. Denn PaaS und Kubernetes sind unterschiedliche Dinge. Vergleichbar wären zwei Dienste - in diesem Fall PaaS und Kubernetes as a Service (KaaS). PaaS und KaaS haben vieles gemeinsam, unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten grundlegend.

Sowohl PaaS als auch KaaS kümmern sich um die Infrastruktur, auf der Applikationen deployt werden können. Während aber PaaS auf Infrastructure as a Service (IaaS) aufbaut, die (virtuelle) Hardware komplett abstrahiert und die Konfigurationen der deployten Applikationen stark vereinfacht, trennt KaaS einfach nur die beiden logischen Ebenen von Kubernetes auf.

Die Kontrollebene wird vom Dienstanbieter gemanaged und betrieben, den Kunden einer KaaS-Plattform bleibt die Kontrolle über die Worker Nodes selbst. Bekannte PaaS sind Cloud Foundry, Openshift und die Google App Engine. Bekannte KaaS-Produkte sind unter anderen Amazon Elastic Kubernetes Service, Google Kubernetes Engine und Azure Kubernetes Service.

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Was ist dran an ''Kubernetes ist nicht das Endgame''? 
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xUser 18. Aug 2022 / Themenstart

Der neue Container sollte schon die CI/CD Pipeline durchlaufen. Die Deployment Logs 10...

Alex_M 16. Aug 2022 / Themenstart

Ich war richtig entfesselt als ich nicht mehr wochenlang den Sys Admins hinterherlaufen...

minnime 16. Aug 2022 / Themenstart

Sind nicht die meisten Anwendungen Winzprojekte? Die meisten Sachen sind ja gar nicht so...

M.P. 15. Aug 2022 / Themenstart

Auch da sollte man schauen, was in die Produktivcloud ausgerollt wird ...

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