Was ist dran an ''Kubernetes ist nicht das Endgame''?

Aus den unterschiedlichen Ansätzen ergeben sich jeweils Vor- und Nachteile. Der Nachteil von PaaS ist hauptsächlich, dass eine tiefe Integration des PaaS-Systems mit den dafür entwickelten Applikationen stattfindet und die Applikationen damit an den einmal gewählten PaaS-Dienst gebunden sind, was zu vendor-locking führt. Bei KaaS bleiben deutlich mehr Aufgaben für Systemadministratoren des Kunden: Die Worker Nodes müssen aktuell gehalten werden, hinsichtlich des Betriebssystems und der Kubernetes Releases, und um Infrastrukturdinge wie Netzwerk und Datenspeicher muss sich auch gekümmert werden. Trotzdem kann ein PaaS auch ein KaaS sein.

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Doch nicht nur das: Es ist durchaus möglich, auf Kubernetes ein PaaS zu deployen, solange das PaaS eine containerisierte Applikation ist. Auch wenn das PaaS selbst ein KaaS und damit die Kontrollebene eines Kubernetes Clusters ist. Das ist zwar ein bisschen wie eine virtuelle Maschine in einer virtuellen Maschine - aber alles möglich, weil für das Betriebssystem in einer virtuellen Maschine die virtuelle kaum unterscheidbar von echtem Blech ist.

Dies zeigt wieder die Gemeinsamkeiten eines PaaS und von Kubernetes selbst: In beiden können containerisierte Applikationen deployt und betrieben werden.

Und genau das ist der Ansatzpunkt des Vortrags von Dominik Kress. Wenn es darum geht, dass Kunden bei einem Cloudanbieter "Kubernetes" haben wollen, dann sei der Grund dafür oft, dass sie sich auf dieses Schlagwort konzentrierten. "Sie kennen diese Technologie und die ist [gleichbedeutend mit] Cloud für sie, also wollen sie das." Von diesem Fokus auf Technologie müsse man weg, es gehe mehr um die "Cloud als eine ganzheitliche Developer Experience".

Docker Container mit wenigen Klicks deployt

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Kress zeigte in seinem Vortrag auch eine kleine Demo. Vom Provisioning bis zum fertigen Deployment eines kleinen vorhandenen Docker-Containers braucht er knapp drei Minuten. Das ist schnell, wie Entwickler von Cloudsoftware nur zu gut wissen - und damit auch verlockend. Dazu kommt, dass sich mit den von Cloud Foundry benutzten Buildpacks Applikationen automatisch für Cloud Foundry containerisieren lassen.

Aus Entwicklersicht (und vor allem aus der Sicht eines DevOps) ist so ein Cloud-Foundry-PaaS praktisch. Es vereinfach eine ganze Menge, statt dass man sich nebenher noch um den Betrieb eines Kubernetes-Clusters kümmern muss. Dass Stackit lieber ein ganzes Cloud-Foundry-PaaS-Paket verkauft als einfach nur Kubernetes-Cluster, ist auch klar. Denn gebuchte Dienstleistungen bringen Geld in die Kasse. Die Kubernetes Engine kostet einen festen Betrag pro Monat, während bei der Cloud Foundry jedes verbrauchte Megabyte an RAM abgerechnet wird.

Skalierbare Container-Infrastrukturen: Das Handbuch für Admins & DevOps-Teams, inkl. Docker und Container-Orchestrierung mit Kubernetes und OpenShift

Es gibt ohne Zweifel Anwendungsfälle, bei denen das Cloud-Foundry-Paket die bessere Wahl ist. Aber es gibt auch welche, bei denen das nicht gilt. Wissen über Kubernetes ist hinreichend weit verbreitet, um es als Aufhänger nutzen zu können, die Unterschiede zwischen beiden Systemen zu erklären. Aber das eine oder andere als "Endgame" zu bezeichnen, führt in die Irre. Es sind einfach zwei unterschiedliche, sich ergänzende Angebote.

Bei den Stackit-Kundenreferenzen wird nicht zwischen den beiden Angeboten unterschieden. So bleibt es von außen betrachtet reine Spekulation, welches der beiden Angebote mehr Zuspruch erhält. Es steht ja - bildlich gesprochen - noch nicht einmal fest, ob in Stackits Rechenzentren derzeit Fußballturniere in leeren Hallen stattfinden könnten oder ob die Mitarbeiter ihren Pausenraum bereits an Serverracks verloren haben, weil Neubauten dauern und die zusätzliche Hardware irgendwo untergebracht werden muss.

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 Lidls Cloudsparte Stackit: "Kubernetes ist nicht das Endgame"
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xUser 18. Aug 2022 / Themenstart

Der neue Container sollte schon die CI/CD Pipeline durchlaufen. Die Deployment Logs 10...

Alex_M 16. Aug 2022 / Themenstart

Ich war richtig entfesselt als ich nicht mehr wochenlang den Sys Admins hinterherlaufen...

minnime 16. Aug 2022 / Themenstart

Sind nicht die meisten Anwendungen Winzprojekte? Die meisten Sachen sind ja gar nicht so...

M.P. 15. Aug 2022 / Themenstart

Auch da sollte man schauen, was in die Produktivcloud ausgerollt wird ...

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