Cloudkommunikation im Krisenfall: Projekt testet Opendesk als Notfallarbeitsplatz

Die Bundesagentur für Arbeit, das IT-Unternehmen Bitmarck und der IT-Dienstleister BG-Phoenics testen die Office- und Kollaborationssuite Opendesk für die Kommunikation im Krisenfall.
Wie das Zentrum für digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung (Zendis) in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) erklärt, wird das Projekt zusammen mit den Partnern Ionos, Stack-IT und T-Systems durchgeführt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Projekt.
Projekt läuft bis April 2026
Ziel des Projekts ist es, zu testen, inwieweit Opendesk (Test, g+) als Notfallarbeitsplatz für digitale Dienste in Krisenfällen eingesetzt werden kann. Dafür werden zunächst vier Opendesk-Instanzen für die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, die Bitmarck Holding und die BG-Phoenics eingerichtet.
In verschiedenen, nicht näher beschriebenen Szenarien, werden anschließend die Interoperabilität, Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloudinfrastrukturen erprobt, heißt es weiter. Die Projektlaufzeit ist von Januar bis April 2026 angesetzt.
Ergebnisse fließen in 8ra-Initiative ein
Die Ergebnisse sollen in die 8ra-Initiative der EU einfließen, die den Aufbau einer offenen digitalen Infrastruktur in Europa fördern soll. Das BMWE fördert auch das Soofi-Projekt, das den Aufbau einer europäischen KI-Infrastruktur zum Ziel hat und ebenfalls in 8ra einfließen soll.
Im November 2025 veröffentlichte Zendis die Version 1.10 von Opendesk und stellte Behörden neue Funktionen für die Sicherheit und Verwaltung bereit . Um Behinderungen durch US-Sanktionen zu entgehen, ersetzt der Internationale Strafgerichtshof Microsoft Office durch Opendesk und auch der Berliner Senat gab kürzlich bekannt, Opendesk in seiner Open-Source-Strategie einzubeziehen .
Hinweis in eigener Sache: Golem organisiert eine neue Konferenz zu IT-Souveränität! Die Rack & Stack(öffnet im neuen Fenster) findet im April statt – bis Ende Januar gelten noch günstigere Ticket-Preise.



