Clouddienste: US-Diplomaten sollen Datensouveränität bekämpfen
US-amerikanische Diplomaten sollen sich gegen die Bestrebungen anderer Staaten einsetzen, ihre Datennutzung stärker zu lokalisieren – und damit den Datentransfer in die USA einzuschränken. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf ein Rundschreiben des US-Außenministeriums, das von Außenminister Marco Rubio unterzeichnet wurde.
Eine entsprechende Regulierung von US-amerikanischen IT-Konzernen würde "globale Datenflüsse stören, Kosten und Cybersicherheitsrisiken erhöhen, künstliche Intelligenz (KI) und Clouddienste einschränken und die staatliche Kontrolle in einer Weise ausdehnen, dass bürgerliche Freiheiten untergraben und Zensur ermöglicht werden können" .
Dem Schreiben zufolge drängt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump auf eine "aggressivere, internationale Datenpolitik" . Die Diplomaten sollten "unnötig belastenden Regulierungen, etwa der Pflicht zur Datenlokalisierung, entgegenwirken" .
Digitaler Unabhängigkeitstag ausgerufen
Seit dem Amtsantritt Trumps im Januar 2025 nehmen Forderungen nach mehr Datensouveränität in Europa zu. Allerdings sind Behörden und Firmen in vielen Fällen von Cloudspeichern aus den USA abhängig, wobei Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) das Geschäft dominieren.
Inzwischen gibt es verstärkte Bestrebungen, dass sich private Nutzer von US-Diensten wie Microsoft, X oder Meta emanzipieren. So rief der Chaos Computer Club (CCC) auf dem 39. Chaos Communication Congress (39C3) zusammen mit Organisationen wie Wikimedia Deutschland zu einem monatlichen " digitalen Unabhängigkeitstag " auf. An jedem ersten Sonntag im Monat sollen Nutzer von Big-Tech-Plattformen zu freien, lokalen oder weniger problematischen Alternativen wechseln.
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