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Zoff im Datenraum

China baut bis 2028 über 100 Datenräume auf. Europa reagiert darauf mit eigenen Konzepten, die aber werden bislang zu wenig wahrgenommen.
/ Gerd Mischler
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Wichtige Entscheidungsträger der EU und Chinas beim 25. EU-China-Gipfel in Peking im Juli 2025 (Bild: Martinez Casares / Pool / AFP via Getty Images)
Wichtige Entscheidungsträger der EU und Chinas beim 25. EU-China-Gipfel in Peking im Juli 2025 Bild: Martinez Casares / Pool / AFP via Getty Images

Arbeit, Boden, Kapital – und Daten: Chinas Kommunistische Partei (KP) hat den klassischen Dreiklang der Produktionsfaktoren auf vier erweitert. Zu ihnen zählen in der Volksrepublik seit 2019 unter anderem auch die Geschäftszahlen von Unternehmen, technische Messwerte oder personenbezogene Informationen – Daten eben. In einer kommunistischen Welt- und Wirtschaftsordnung stehen sie damit im kollektiven Eigentum der Gesellschaft.

Den Umgang damit bestimmt und kontrolliert die KP als Vertreterin des chinesischen Volkes. "Sie arbeitet seit einigen Jahren am Aufbau eines systematisch geschlossenen und integrierten Datenökosystems" , sagt Wendy Chang, Senior Analystin im Team Science, Technology and Innovation Policy beim Mercator Institut für China Studien (Merics). "In diesem System konsolidiert der Staat die zentrale Kontrolle über Daten, die von privaten Unternehmen gesammelt werden" , sagt Chang.

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