Cloud TPU v3: Googles neue Deep-Learning-Hardware braucht Flüssigkühlung

Für die dritte Version von Googles TPU nutzt das Unternehmen erstmals eine Flüssigkeitskühlung. Ein TPU-System für das maschinelle Lernen mit der neuen Generation soll über 100 Petaflops an Rechenleistung erreichen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die TPUv3 benötigen eine Flüssigkeitskühlung.
Die TPUv3 benötigen eine Flüssigkeitskühlung. (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Google arbeitet seit einigen Jahren an eigener spezieller Hardware zum Beschleunigen seiner Machine-Learning-Aufgaben. Dafür nutzt das Unternehmen die sogenannten Tensor Processing Units (TPUs). Die nun von Google-CEO Sundar Pichai vorgestellte dritte Version der TPU soll die Leistung der Systeme im Vergleich zu den Vorgängern nochmals massiv steigern und sich damit noch weiter von den oftmals genutzten Grafikkarten absetzen. Besonders wichtig dabei ist offenbar ein völlig überarbeitetes Kühlungskonzept für die Geräte.

Stellenmarkt
  1. Full Stack Java Software Developer (m/w/d)
    NOVENTI Health SE, Lübeck (Home-Office möglich)
  2. Juristischer Berater (m/w/d) IT
    VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe
Detailsuche

Denn wie Pichai in der Vorstellung erklärt, hat Google für die neuen TPUs erstmals überhaupt eine Flüssigkeitskühlung für Hardware in seinen Rechenzentren verbaut. Unter anderem damit erreichen die TPUv3 mehr als die achtfache Leistung der TPUv2. Laut Google erreiche das System so über 100 Petaflops.

Sowohl diese Angabe als auch die wenigen verfügbaren Bilder der TPUv3 legen nahe, dass der Aufbau der Geräte für die dritte Generation nicht fundamental verändert worden ist. So bietet eine einzelne Einheit der zweiten Generation der TPU eine Leistung von 180 Teraflops. Diese Module wiederum werden zu einem Pod aus 64 einzelnen Geräten zusammengefasst. Die etwas mehr als achtfache Leistung eines dieser Pods entspricht den in der Ankündigung genannten 100 Petaflops.

Monster-Hardware hängt Grafikkarten weiter ab

Ob und welche architektonischen Veränderungen Google an den eigentlichen TPU-Chips vorgenommen hat, um diese Leistung zu erreichen, ist zurzeit nicht bekannt. Möglich ist auch, dass Google zusätzlich zu der Kühlung auch die Größe der Pods erweitert hat, so spricht Pichai explizit von "Giant Pods".

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. Webentwicklung mit React and Typescript: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wie krass die Leistungsfähigkeit der neuen TPU von Google ist, zeigt ein Vergleich mit Nvidias aktuellem Deep-Learning-System DGX-2, das über 16 Tesla V100 als Rechenbeschleuniger verfügt. Dieses Komplettsystem von Nvidia erreicht eine theoretische Rechenleistung von 2 Petaflops. Nur einige wenige einzelne Module der TPUv3 sollten damit schnell über der Rechenleistung von Nvidias DGX-2 liegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.
     
    Black Friday 2021 - Deals am Cyber Monday bei Amazon & Co.

    Nach gut drei Wochen voller Rabatte und Schnäppchen endet heute Abend mit dem Cyber Monday die Black Friday Woche.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /