Cloud-Speicher: Google-One-Kunden bekommen ein VPN
Neben vielen vor allem kleineren und spezialisierten Unternehmen steigt nun auch Google in das VPN-Geschäft für Endkunden ein. Der neue Dienst ist dabei Teil des Cloud-Speicher-Angebots Google One und steht für alle Kunden ohne Aufpreis bereit, die das teuerste Google-One-Angebot mit 2 TByte Cloud-Speicher gebucht haben. Das kostet derzeit rund 10 US-Dollar im Monat beziehungsweise 100 US-Dollar im Jahr. Das Google-One-VPN(öffnet im neuen Fenster) gibt es kostenlos dazu.
Google beschreibt das VPN dabei als eine zusätzliche Sicherheitsschicht, die zunächst für Android-Systeme bereitstehen soll. Als Beispiel nennt Google in der Ankündigung in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) etwa die Nutzung von öffentlichem WLAN etwa in Cafés, was durch das VPN besser abgesichert sein soll.
In einer Analyse im Frühjahr 2019 haben wir beschrieben, dass dies für die meisten Nutzer aber unnötig ist, da die Verbindung von Client zu Server sowieso schon verschlüsselt ist. Das gilt so auch für den Cloud-Storage-Dienst Google One. Der tatsächliche Sicherheitsgewinn dürfte also als gering einzuschätzen sein.
Für Google ist das Angebot eines VPN nichts wirklich Neues. So nutzt das Unternehmen bereits für sein eigenes Mobilfunkangebot Google Fi ein VPN, bei dem sich Nutzer zunächst mit den Servern und dem Netzwerk von Google verbinden, bevor der Traffic im restlichen Internet landet. Dieses Routing der eigenen Daten durch die Google-Systeme ist natürlich auch mit dem Google-One-VPN möglich. Das Unternehmen spricht hier davon, dass auf diese Weise etwa die eigene IP-Adresse verborgen werden kann.
Das VPN in Google One steht zunächst nur für Android-Geräte und in den USA bereit. Das Unternehmen will den Dienst künftig aber auch auf iOS, Windows und Mac sowie auf weitere Länder erweitern.
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