Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Cloud: Siemens kauft US-Software-Unternehmen Brightly

Siemens erwirbt für 1,57 Milliarden US-Dollar einen Experten für Anlagen- und Wartungsmanagement. Software wird für Siemens immer wichtiger.
/ Achim Sawall
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Anwender von Brightly Software (Bild: Brightly)
Anwender von Brightly Software Bild: Brightly

Siemens übernimmt für 1,57 Milliarden US-Dollar das Softwareunternehmen Brightly aus den USA. Das gab Siemens am 27. Juni 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Brightly entwickelt cloudbasierte Software für Anlagen- und Wartungsmanagement. Brightlys Software sammelt und analysiert die Daten von in Gebäuden installierten Sensoren, um Wartungen frühzeitig anzukündigen.

Brightly wird in diesem Jahr mit 800 Softwareexperten einen Umsatz von 180 Millionen US-Dollar generieren. Der Hauptsitz ist in Cary im US-Bundesstaat North Carolina. Einen weiteren Entwicklungsstandort hat Brightly im indischen Noida. Seit 2019 befindet sich das Unternehmen im Besitz des Private-Equity-Unternehmens Clearlake Capital.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und wird für das Kalenderjahr 2022 erwartet. Die Übernahme soll sich im zweiten Jahr nach Abschluss positiv auf die Gewinne bei Siemens auswirken.

Siemens will führend im Software-Infrastrukturbereich werden

"Mit Brightly erreichen wir beim Betrieb von Gebäuden die nächste Stufe" , sagte Matthias Rebellius, Mitglied des Vorstands und Chef des Bereiches Smart Infrastructure bei Siemens. "Mit der Übernahme werden wir unser Ziel, im Infrastrukturbereich ein führendes Softwareunternehmen zu werden, schneller erreichen."

"Ich kann mir gut vorstellen, weiter in Industriesoftware zu investieren" , sagte Siemens-Chef Roland Busch im Juni 2021. Die Digitalgeschäfte von Siemens von zuletzt mehr als 5 Milliarden Euro sollen in den nächsten Jahren im Schnitt auf vergleichbarer Basis jeweils um etwa 10 Prozent wachsen. "Hardware-Produkte werden für uns immer eine Rolle spielen, aber natürlich werden wir immer mehr Software und digitale Lösungen verkaufen" , sagte Busch.


Relevante Themen