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Cloud-Rechner: Shadow startet PC-Streaming in Deutschland

Ein vollwertiger Windows-PC über die Cloud: Das ist die Idee hinter Shadow. Nun steht der Streamingdienst dank eines neuen Rechenzentrums auch in Deutschland vor dem Start.

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Artwork von Shadow
Artwork von Shadow (Bild: Shadow)

Ab dem 4. September 2018 sollen Spieler und andere Anwender beim Streamingdienst Shadow einen vollwertigen Windows-PC über die Cloud abonnieren können. Bislang war das von Deutschland aus nur mit Einschränkungen möglich, weil die Nutzer an das für sie möglicherweise weit entfernte Rechenzentrum in Paris angebunden wurden. Mit der Eröffnung eines neuen - eigenen - Rechenzentrums in Amsterdam ist das nun nicht mehr nötig, wie ein Vertreter der Firma Shadow auf der Gamescom 2018 im Gespräch mit Golem.de erklärte.

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Bei Shadow bekommt der Nutzer bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten ab 30 Euro im Monat Zugriff auf einen per Stream übertragenen und sehr leistungsstarken Windows-PC. Das bedeutet etwa, dass man auch anspruchsvolle Windows-Anwendungen auf einem eigentlich viel zu langsamen Notebook oder unter MacOS verwenden kann - etwa Spiele, aber auch andere ressourcenhungrige Anwendungen.

Nutzer bekommen laut Anbieter Zugriff auf eine Nvidia Geforce GTX 1080 sowie auf 12 GByte DDR4-Speicher und einen Xeon-E5-Prozessor mit 8 dedizierten Threads (entspricht laut Anbieter ungefähr einem Core i7), sowie auf eine virtuelle Festplatte mit 256 GByte an Platz für eigene Daten. Diese Ressourcen soll man sich nicht teilen müssen - sie stehen dem Anwender vollständig zur Verfügung, was bei cloudbasierten Diensten ja nicht immer der Fall ist. Golem.de konnte Shadow im Mai 2018 beim Anbieter ausprobieren.

Derzeit soll es möglich sein, ab einer Verbindungsgeschwindigkeit von 15 Mbit/s auf dem Endgerät die Grafik wahlweise mit 60 Hz in 1080p, sowie mit höheren Verbindungsgeschwindigkeiten mit 60 Hz in 4K-Auflösung darzustellen. Unterwegs soll eine 4G/LTE-Verbindung mit den genannten 15 Mbit/s ausreichen. Bei weniger - etwa auf dem Land mit einem Smartphone - soll die Anzeige nicht ruckeln, sondern niedriger auflösen.

Shadow läuft über eine eigene App, auf der Nutzer sich anmelden müssen. Die Anwendung steht für Windows 10, MacOS, Linux und Android zur Verfügung, die Version für iOS soll in einigen Wochen folgen. Auf der Gamescom 2018 hat das Unternehmen eine neue Settop-Box vorgestellt, mit der man Shadow etwa am Wohnzimmer-TV betreiben kann. Das neue Gerät ist anders als der Vorgänger lüfterlos und relativ klein.

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Helge Bruhn 07. Nov 2019

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