Cloud: Microsoft verspricht faireren Wettbewerb in der EU

Nach Wettbewerbsbeschwerden gegen Microsoft lenkt das Unternehmen nun mit neuen Konditionen ein. Microsoft will der Konkurrenz dabei direkt helfen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Microsoft will der EU-Kommission zuvorkommen.
Microsoft will der EU-Kommission zuvorkommen. (Bild: David Niviere/ABACAPRESS.COM)

Microsoft geht nach Wettbewerbsbeschwerden auf europäische Cloudanbieter zu. Unter anderem soll es für sie einfacher werden, in ihren Rechenzentren Microsofts Cloudangebote wie die Bürosoftware-Apps von Office 365 zu hosten. Auch sollen Kunden in Europa mehr Flexibilität bei den Lizenzbedingungen bekommen, wie Microsoft am Mittwoch mitteilte.

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Die Änderungen folgen auf eine Beschwerde des europäischen Cloudanbieters OVH bei der EU-Kommission in Brüssel. OVH sah sich durch die Lizenzbedingungen benachteiligt, da diese es günstiger machten, Microsofts Dienste mit der konzerneigenen Cloudplattform Azure zu betreiben als mit der Infrastruktur anderer Anbieter. Bereits im November 2021 hatte das Open-Source-Softwareunternehmen Nextcloud beim Bundeskartellamt eine ähnliche Beschwerde eingereicht.

Die nun angekündigten Maßnahmen von Microsoft gelten der Ankündigung zufolge ausschließlich für europäische Cloudanbieter - und ausdrücklich nicht für Microsofts große Cloudrivalen Amazon und Google. Darüber hinaus soll aber ein dediziertes Team bei Microsoft aufgebaut werden, das dafür zuständig sein soll, direkt mit der europäischen Konkurrenz zusammenzuarbeiten. Dem europäischen Cloudanbieter-Verband Cispe (Cloud Infrastructure Services Providers in Europe) gehen Microsofts Änderungen dennoch nicht weit genug.

Die Initiative "trägt nicht dazu bei, die wettbewerbswidrige Bündelung von Produktivitätssoftware mit Cloud-Infrastrukturdiensten zu beenden", kritisierte Cispe-Generalsekretär Francisco Mingorance. Er rief die EU-Kommission deshalb auf, ihre Untersuchung im Interesse europäischer Cloudkunden fortzusetzen. Microsoft-Manager Brad Smith betonte zugleich, die am Mittwoch angekündigten Maßnahmen seien nicht die letzten Schritte.

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