Abo
  • Services:

Cloud: Microsoft muss E-Mails im Ausland nicht an Regierung geben

Im Streit um den Zugriff von US-Behörden auf Rechenzentren in Europa von Microsoft ist eine Entscheidung zugunsten des Unternehmens gefallen. Ein Sprecher des US-Justizministeriums glaubt, dass dies die öffentliche Sicherheit untergrabe.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft-Logo
Microsoft-Logo (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Microsoft muss E-Mails eines Nutzers, die auf Servern im Ausland liegen, nicht den US-Ermittlern übergeben. Das Berufungsgericht Second U.S. Circuit Court of Appeals in Manhattan urteilte laut einem Bericht des Wall Street Journals, dass US-Recht nicht auf diese Weise außerhalb der USA angewendet werden kann.

Stellenmarkt
  1. Bertrandt Services GmbH, Hannover
  2. SOH Stadtwerke Offenbach Holding GmbH, Offenbach am Main

Solange das Berufungsverfahren lief, hatte Microsoft die geforderten E-Mail-Daten aus seinem Rechenzentrum in Irland trotz Gerichtsbeschluss nicht herausgegeben. In dem Fall geht es um eine Entscheidung eines US-Bundesgerichts aus New York für den Zugriff auf E-Mails eines Verdächtigen in einer Drogenermittlung.

Ein Sprecher des US-Justizministeriums sagte, dass die Entscheidung die öffentliche Sicherheit untergrabe und schlug eine Berufung vor dem Obersten Gerichtshof vor.

Microsoft-Präsident und Chefjustiziar Brad Smith nannte die Entscheidung "einen großen Sieg für den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Menschen unter ihren eigenen Gesetzen gegen den Zugriff von ausländischen Regierungen."

Herausgabe zunächst aufgeschoben

Ende Juli 2014 hatte Bundesrichterin Loretta Preska entschieden, dass Microsoft die Daten herausgeben müsse, allerdings die Durchsetzung der Herausgabe zunächst aufgeschoben, um dem Unternehmen die Möglichkeit für ein Berufungsverfahren zu geben. Auf Druck der Ermittlungsbehörden hob Preska diesen Aufschub jedoch auf.

Microsofts Datenschutzbeauftragter Brendon Lynch hatte geschrieben: "Wir glauben, dass Ihre E-Mails Ihnen gehören und nicht uns. Daher sollten sie denselben Datenschutz genießen wie auf Papier geschriebene Briefe, die mit der Post geschickt werden. Egal, wo sie gelagert werden."

Hinter dem juristischen Kampf des Unternehmens steht die Sorge vor einem schweren Schaden für das eigene Cloud-Computing-Geschäft. So soll die Bundesregierung bereits angekündigt haben, niemals ihre Daten einem US-amerikanischen Unternehmen anzuvertrauen, wenn das Urteil Bestand haben sollte. Google räumt auf seinen Firmenseiten inzwischen ein: "Das Speichern der Daten in einem bestimmten Land bedeutet nicht, dass die Behörden eines anderen Staates nicht darauf zugreifen können."

Unterstützung in dem Verfahren erhielt Microsoft von Apple, AT&T, Cisco und Verizon. Apple und Cisco beteiligen sich inzwischen als Amici Curiae an dem Verfahren, also als verfahrensbeteiligte Organisation, die nicht selbst Partei ist. Ein Recht auf Durchsuchung von Auslandsservern würde US-Firmen große Probleme bereiten.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 9,99€
  2. 4,25€

Captain 16. Jul 2016

Ich brauche kein OS mit zwangsweise auf Auge gedrückten Online Komponenten (Onecloud...

devman 15. Jul 2016

Das ist nur der Azure-Status. Onedrive oder Outlook.com sind oft sehr langsam. Und wer...

b10111 15. Jul 2016

Hatte eigentlich erwartet, dass anders entschieden wird. Kann/wird das US...

devman 15. Jul 2016

Das hat nichts mit Religion zu tun. Ich nutze selbst OneDrive und Outlook-Mail. Aber man...


Folgen Sie uns
       


Octopath Traveler - Livestream

Im Livestream zu Octopath Traveler erklären wir den Alltag im JRPG von Square Enix und Nintendo und verfallen später in eine Diskussion über Motivationsphilosophien in Games und das Genre allgemein.

Octopath Traveler - Livestream Video aufrufen
Gesetzesvorschlag: Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen
Gesetzesvorschlag
Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Förderung privater Ladestationen für Elektroautos vorgelegt. Sowohl Mieter als auch Eigentümer erhalten damit einen gesetzlichen Anspruch. Aber es kann sehr teuer werden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

Galaxy Note 9 im Test: Samsung muss die Note-Serie wiederbeleben
Galaxy Note 9 im Test
Samsung muss die Note-Serie wiederbeleben

Samsung sieht bei der Galaxy-Note- und der Galaxy-S-Serie immer noch unterschiedliche Zielgruppen - mit dem Note 9 verschwimmen die Unterschiede zwischen den Serien für uns aber weiter. Im Test finden wir bis auf den Stift zu wenig entscheidende Abgrenzungsmerkmale zum Galaxy S9+.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Galaxy Home Samsung stellt smarten Bixby-Lautsprecher vor
  2. Galaxy Watch im Hands on Samsungs neue Smartwatch soll bis zu 7 Tage lang durchhalten
  3. Galaxy Note 9 im Hands On Neues Note kommt mit großem Akku und viel Speicherplatz

OLKB Planck im Test: Winzig, gerade, programmierbar - gut!
OLKB Planck im Test
Winzig, gerade, programmierbar - gut!

Wem 60-Prozent-Tastaturen wie die Vortex Poker 3 noch zu groß sind, der kann es mal mit 40 Prozent versuchen: Mit der voll programmierbaren Planck müssen wir anders als erwartet keine Abstriche machen - aber eine Umgewöhnung und die Einarbeitung in die Programmierung sind erforderlich.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern
  2. Kailh KS-Switch im Test Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
  3. Apple-Patentantrag Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören

    •  /