Cloud-Instanzen: ARM ist im Server-Himmel

In weniger als vier Jahren von null auf 20 Prozent Marktanteil: ARM hat es geschafft, sich bei Cloud-CPUs zu etablieren - und noch mehr.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Eine symbolische Cloud-CPU
Eine symbolische Cloud-CPU (Bild: Nuvia/Qualcomm)

Als ARM im Herbst 2018 verkündete, das Unternehmen werde künftig dediziert Blaupausen für Server-CPUs anbieten und mit diesen Neoverse-Designs den Markt aufrollen, war das Feedback eher verhalten. Stand heute jedoch ist aus der Ankündigung ein Erfolgsmodell geworden: Alle großen Cloudanbieter haben ARM-basierte Instanzen im Angebot, der Marktanteil soll bis Ende 2022 bereits bei über einem Fünftel liegen.

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Gut für den britischen IP-Entwickler war, dass sich mit Amazon AWS respektive deren Annapurna-Tochter direkt der größte der Cloudprovider für Neoverse interessierte: Mit dem 16-kernigen Graviton1 erschien noch 2018 ein erster Chip für ARM-basierte EC2-Instanzen, die primär durch ihr Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugten.

In den Folgejahren baute AWS die Reihe aus: Auch der 64-kernige Graviton2, basierend auf Neoverse N1, sowie der ebenfalls 64-kernige Graviton3 mit verbesserter Neoverse-V1-Technik sind sehr flotte CPUs zum niedrigen Preis.

Das Potenzial von Neoverse und ARM-Cloudprozessoren im Allgemeinen haben längst auch andere Anbieter erkannt. AMDs K12 erschien zwar nie, Qualcomm versuchte sich schon 2017 mit den Centriq-CPUs samt eigenen Falkor-Kernen und scheiterte, auch von Marvells ThunderX wie dem ThunderX3 war lange nichts mehr zu hören.

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Dafür ist Ampere Computing mit den 80-kernigen Altra- und den 128-kernigen Altra-Max-Prozessoren höchst erfolgreich: Sie werden von Google, Microsoft sowie Oracle in der Cloud eingesetzt und HPE verkauft Server damit.

Es bleibt nicht bei Servern und Supercomputern

Hinzu kommt, dass Alibaba mit dem Yitian 710 eine 128-kernige ARMv9-CPU entwickelt hat, die in China für Instanzen eingesetzt wird. Und Nvidia als Marktführer für GPU-beschleunigte Supercomputer-Systeme wird 2023 fast vollständig auf ARM wechseln: Sämtliche Plattformen werden auf den eigenen 144-kernigen Grace-Prozessor umgestellt, einzig DGX erhält ein Update mit Intels 60-kernigem Sapphire Rapids als x86-Alternative.

Apropos Supercomputer: Von Sommer 2020 bis Sommer 2022 war der japanische Fugaku mit Fujitsus selbst entworfenen A64FX-Prozessoren mit Abstand das schnellste System der Welt, bis der Frontier es überholen konnte. Aber auch im kleineren Maßstab werden ARM-basierte CPUs angeboten. So kooperiert Hetzner in Deutschland mit Ampere, um die Altra-Prozessoren auch hierzulande und im restlichen Europa anzubieten.

Abseits von Servern oder generell Infrastruktur hat ARM zumindest als IP-Anbieter faktisch ein Monopol, was die CPU-Kerne in Smartphone-Chips anbelangt: Egal ob Apple, Huawei, Qualcomm oder Samsung - alle setzen auf ARM. Damit nicht genug, wollen die Briten auch im PC-Segment künftig stärker vertreten sein.

Vor allem die M1- und M2-Prozessoren von Apple sind dabei zugkräftig, aber auch SoCs wie der Snapdragon 8cx Gen3 für Microsofts Surface-Geräte oder Lenovos kommenden Thinkpad X13s.

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