Die Kosten werden überschaubarer

Die Nutzung von Hard- und Software in der Cloud geht mit einer starken Abstraktion der unterliegenden Systeme einher. Das ist gewollt und einer der Kernaspekte, so dass sich die Kunden auf die Nutzung der gewählten Dienste konzentrieren können.

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Durch den technischen Ansatz ist die Finanzierung im klassischen Betrieb von IT-Anlagen nicht mehr machbar. Im lokalen Ansatz musste die IT-Ausstattung auf die übliche Weise angeschafft und finanziert werden. Also: Kauf von Client-Server-Hardware, Softwarelizenzen und Netzwerkausstattung.

Im wiederkehrenden Zyklus von wenigen Jahren sind Neuanschaffungen vieler Systeme notwendig, bedingt durch höhere Systemanforderungen, samt neuer Hardwaresysteme aufgrund neuerer Softwareversionen. Die richtige Lizenzierung von Software im Unternehmen kann eine Herausforderung sein. Das verhält sich in der Cloud anders.

Bezahlung nach Service

In der Cloud sind Softwarelizenzen nicht an die Hardware gebunden, was dazu geführt hat, dass sich Lizenzierung nach Leistung durchgesetzt hat. Die Clouddienste werden als Service betrachtet und auch so abgerechnet. Entsprechende Begrifflichkeiten aus dem Bereich sind zum Beispiel IAAS oder SAAS (Infrastructure as a Service, Software as a Service).

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Die Bezahlung erfolgt auf monatlicher oder jährlicher Basis für die in der Cloud aktivierten Dienste. Je nach Art des genutzten Dienstes wird entweder pro Benutzer, pro Softwareinstanz oder, bei reinen "Computing"-Diensten, nach Rechenzeit bezahlt.

Die Vorteile gegenüber der klassischen Kauf-/Anschaffungsvariante liegen auf der Hand: Die Lizenzierung ist einfacher und die Übersicht besser. Hohe Erstanschaffungskosten entfallen ebenso wie Update-/Upgrade-Kosten. Bei monatlicher Abrechnung lässt sich die Anzahl von User-Lizenzen erhöhen oder herabsetzen, zusätzlich können die nötigen Rechenressourcen erhöht werden.

Hierbei handelt es sich um laufende Kosten, über die man eine bessere Kostenübersicht erhält, was letztendlich auch der Buchhaltung zugutekommt.

Fazit

Cloudnutzung ist aus Unternehmenssicht aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zur Datenhaltung mitunter kritisch zu betrachten, jedoch gilt das allgemein für den Umgang mit Daten in deutschen Unternehmen. Von ein paar Mythen sollte man sich verabschieden. Dazu gehören:

  • Lokale Datenhaltung ist sicherer als in der Cloud.
  • Die Kontrolle über Unternehmensdaten in der Cloud geht verloren.
  • Cloudbetreiber geben Daten an Dritte weiter.

Man darf nicht den Fehler machen, den Umgang mit Unternehmensdaten mit dem Umgang von Daten in sozialen Netzwerken zu verwechseln.

Cloudeinsatz bietet Unternehmen Entlastung, verbessert den Betrieb und die Verwaltung der Unternehmens-IT, skaliert bei Wachstum besser, bietet neue technische Möglichkeiten sowie eine transparentere IT-Kostenübersicht und mehr Flexibilität.

Auf der anderen Seite stehen Verlust der alleinigen Datenhoheit, erhöhte Abhängigkeit von Drittanbietern, weniger Flexibilität im Umgang mit Softwarelizenzen.

Generell überwiegen jedoch die Vorteile und der Cloudeinsatz kann neue Möglichkeiten eröffnen. Verpasst man als Unternehmen den Anschluss, wird man es in Zukunft schwer haben, da IT-Anbieter und Hersteller ihre Geschäftsmodelle entsprechend umstellen.

Adam Jaskowiec ist IT-Infrastruktur-Experte und Entwickler. Er ist Geschäftsführer einer Beratungs- und Dienstleistungsfirma für IT und Cloud Computing. Jaskowiec ist im Windows-Server-Segment unterwegs, bei Virtualisierungstechnologien, Linux- und Cloud-Architekturen. Zudem ist er zertifizierter Netzwerk-Professional für Enterprise- und Datacenter-Netzwerke und er ist Full-Stack-Entwickler - von Assembler über Microcontroller zu IoT, Kerneltreiber, Linux- und Windows-Anwendungen sowie User Interfaces.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]

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 Fall 2: Komplexe Anwendungen in der Cloud
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Tragen 03. Sep 2022 / Themenstart

Warum? CAD Arbeitsplätze haben das schon länger und wichtige Arbeitsplätze auch. Nicht...

bytewarrior123 01. Sep 2022 / Themenstart

Du, hatten wir auch - nur der 5G-GF-Router von Vodafone hat das wunderbar "überwunden...

a.jaskowiec 01. Sep 2022 / Themenstart

Hallo, ja, da muss ich Ihnen zum Teil zustimmen, der Punkt ist tatsächlich etwas zu kurz...

AdamSmith 31. Aug 2022 / Themenstart

und zweitens Warum wird der völlige Kontrollverlust nicht behandelt, in Verbindung mit...

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