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Chris Roberts, Chefentwickler von Star Citizen
Chris Roberts, Chefentwickler von Star Citizen (Bild: Cloud Imperium Games)

Cloud Imperium Games: Streit um Star Citizen eskaliert

Chris Roberts, Chefentwickler von Star Citizen
Chris Roberts, Chefentwickler von Star Citizen (Bild: Cloud Imperium Games)

Missmanagement, Verschwendung und sogar Betrug: Seit Wochen gibt es Vorwürfe gegen die Macher von Star Citizen. Nach einem längeren Artikel eines US-Magazins hat sich nun erstmals Chefdesigner Chris Roberts ausführlich zu den Anschuldigungen geäußert.

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"Er nennt mich einen Lügner, einen Betrüger, inkompetent und vieles mehr. Er verleumdet meine Familie und meine Geschäftspartner. Er hat mich öffentlich bloßgestellt, meine private Adresse in Los Angeles geteilt und Bilder meiner Frau und meiner fünfjährigen Tochter", sagt Chris Roberts, Chefdesigner von Star Citizen, nach langem Schweigen über seinen Kritiker, den Spieleentwickler Derek Smart. Und: "Seine Beträge auf Twitter lesen sich wie der Kreuzzug eines Verrückten."

Das alles schreibt Roberts in einem langen Brief auf seiner Webseite. Hintergrund: Der unabhängige Spielentwickler Derek Smart erhebt seit einigen Wochen immer wieder schwere Vorwürfe gegen Chris Roberts und dessen Firma Cloud Imperium Games. Nach Auffassung von Smart ist Star Citizen selbst mit dem von der Community bereitgestellten Budget von knapp 90 Millionen US-Dollar nicht machbar - Golem.de hat mehrfach berichtet.

Der Auslöser von Roberts langem öffentlichem Brief ist ein Artikel in The Escapist, der inzwischen von zahlreichen anderen US-Magazinen aufgegriffen wurde. Darin schildern einige aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von Cloud Imperium Games, wie sie ihre Arbeit in dem Studio erlebt haben, oder eben immer noch erleben. Die Mitarbeiter sind der Redaktion von The Escapist namentlich bekannt, in dem von einem Anwalt überprüften Artikel tauchen sie aber nur anonymisiert auf.

Sie erheben vor allem zwei schwere Vorwürfe, die zu großen Teilen an Aussagen von Derek Smart erinnern: Zum einen habe Chris Roberts sich mit dem bei der Community gesammelten Geld ein Luxusleben erlaubt und unter anderem ein Haus in einer sehr teuren Wohngegend von Los Angeles, nahe der Zentrale von Cloud Imperium Games, gekauft. Roberts weist diese Anschuldigungen - für die es keine Belege gibt - klar zurück: Er verfüge durch den Verkauf von Origin an Electronic Arts und dem von Digital Anvil an Microsoft sowie durch seine früheren Werke über genug Geld. Seit Wing Commander sei er finanziell unabhängig.

Zum anderen würde, so der zweite Vorwurf, die Personalabteilung von Cloud Imperium Games auf Anweisung von Marketingchefin Sandi Gardiner - die gleichzeitig die Frau von Chris Roberts ist - keine dunkelhäutigen und keine Mitarbeiter über 40 Jahre einstellen. Außerdem herrsche in der Firma oft ein rüder Umgangston, der bis hin zu persönlichen Beleidigungen reichen würde. Roberts schreibt, dass es zu diesen Vorwürfen auch eine zweite Seite gäbe, aber dass er dazu öffentlich keine weiteren Angaben machen könne, um seine Mitarbeiter zu schützen. Nebenbei: Bei einem Besuch der Firma im Sommer 2015 hatte Golem.de zwar keine Alterskontrolle durchgeführt, aber durchaus den Eindruck, vielen Mitarbeiter über 40 Jahren zu begegnen.

Der Rest der Vorwürfe der Mitarbeiter ist nach Auffassung von Golem.de nicht außergewöhnlich für die Spielebranche. Da ist die Rede davon, dass Roberts möglicherweise ohne allzu viel Rücksicht seine Vision von Star Citizen durchboxen möchte, sowie von verschobenen Terminen und aufwendig erstellten Modulen, die dann wieder eingestampft würden. Einen größeren Raum nehmen die Finanzen ein: Angeblich verfüge Cloud Imperium Games nur noch über rund acht Millionen US-Dollar, womit das Weltraumspiel sicher nicht fertigentwickelt werden könnte - ein Vorwurf, den auch Derek Smart immer wieder äußert.

Roberts schreibt, dass nur er und eine kleine Anzahl weiterer Mitarbeiter wirklich wüssten, wie das Unternehmen finanziell dastehe. Nach seiner Auffassung agiere Cloud Imperium Games solide, es gebe ausreichend Mittel. Neben den von der Community bereitgestellten Mitteln gebe es weitere Einnahmen, etwa durch staatliche Förderung und Marketingpartnerschaften, über die er aber nicht öffentlich reden könne. Derzeit sucht die Firma weitere Mitarbeiter, um den Stamm von 261 Angestellten weiter auszubauen.


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F4yt 06. Okt 2015

Mal ein relativ ausgeglichener Beitrag dazu: https://popehat.com/2015/10/04/in-space-no...

F4yt 06. Okt 2015

Mal ein relativ ausgeglichener Beitrag dazu: https://popehat.com/2015/10/04/in-space-no...

S-Talker 05. Okt 2015

Crowdfunding hat nichts mit Risikokapital gemein. Beim Risikokapital investiere ich...

Niriel 05. Okt 2015

Äh, nein, die gehört meinem Kumpel, der hat auch Geld investiert *dagegen aufstampf* ;)

Unix_Linux 04. Okt 2015

Meine fresse hier gibt's leute die ihre 30 eur mit so viel Tamtam "investieren" oder...



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