Cloud Imperium Games: Star Citizen animiert Spielergesichter in Echtzeit
Auf der Gamescom 2017 hat Chris Roberts, Entwicklungsleiter von Star Citizen, eine kommende Neuerung für sein Weltraumspiel vorgestellt: das Animieren von Gesichtern in Echtzeit und gleichzeitig damit auch die räumlich korrekte Übertragung von Sprache. Der Spieler vor dem Monitor und sein alter Ego etwa auf einer Raumstation sollen mit dem System die gleichen Grimassen oder Mundbewegungen machen.
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Parallel dazu soll auch die Sprache übertragen werden, und zwar räumlich korrekt. Wenn sich also ein Spieler in einem Gang befindet und ein anderer kommt ihm entgegen und sagt dabei etwas, wird das allmählich immer lauter. Bei einer Präsentation konnte Golem.de die Übertragung der Gesichtsbewegungen und der Sprache bereits live sehen. Beides hat beeindruckend gut funktioniert.
Die Technologie stammt allerdings nicht von Cloud Imperium Games(öffnet im neuen Fenster) , dem Studio hinter Star Citizen, sondern von einer Firma namens Faceware(öffnet im neuen Fenster) . Die bietet schon seit Jahren unterschiedliche Lösungen an, mit denen Spielehersteller und Filmemacher vor allem Gesichter animieren. Zu den Kunden gehören unter anderem Rockstar Games, Ubisoft und Bethesda.
Im Normalfall verwenden die Studios für die Erfassung von Gesichtsdaten spezielle Marker. In letzter Zeit haben sich die grundlegenden Technologien aber soweit verbessert, dass das eigentlich nicht mehr nötig ist – allerdings müssen die Gesichter dann so hell wie möglich ausgeleuchtet sein. In Star Citizen soll nun offenbar eine Version integriert werden, die auch bei normalen Lichtverhältnissen zuverlässig funktioniert.
Spezialkamera für das perfekte Gesicht
Wer sein Gesicht möglichst perfekt animiert im Spiel haben möchte, muss zu einer Spezialkamera von Faceware greifen, die demnächst erscheinen soll. Zum Termin und Preis liegen noch keine Informationen vor. Allerdings soll im Normalfall auch eine normale Webcam oder die integrierte Monitorkamera ausreichen. Das konkrete Ergebnis soll dann aber stark vom Blickwinkel, der Signalqualität und der Helligkeit im Raum abhängen.
Wann die in Echtzeit animierten und zum Sprechen gebrachten Weltraumhelden in Star Citizen auftreten, ist noch nicht klar. Sie gehören nicht zur Version 3.0 des Spiels, auf die Unterstützer des Millionenprojekts derzeit warten. Im Gespräch mit Golem.de auf der Gamescom hat Chris Roberts gesagt, dass das Update nach einer Reihe von Verzögerungen nun vermutlich in vier bis sechs Wochen verfügbar sein werde. Das Team seit derzeit ausschließlich mit dem Bugfixing beschäftigt, neue Inhalte oder Funktionen werden nicht mehr hinzugefügt.
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Roberts hat auf der Gamescom auch betont, wie wichtig Version 3.0 auch für ihn sei. Schließlich würden damit sehr viele der wichtigsten Elemente des Spiels öffentlich verfügbar sein. Vor allem könne man nun allmählich von so etwas wie einem wirklich funktionierenden Spiel sprechen – wenn auch noch in einer sehr frühen Version. Bei einer erneuten Präsentation haben Elemente wie die Monde und die Grafik jedenfalls einen hervorragenden Eindruck gemacht.
Ganz kurz hat Roberts außerdem einen Ausblick auf die nächsten größeren Updates gewährt. Er hat einen rund 200 Meter langen Raumkreuzer namens Idris präsentiert, der über einer Planetenlandschaft in der Luft hing und dann seine Klappen geöffnet hat. Darin ist ein von einem menschlichen Piloten gesteuerter kleiner Raumjäger ganz langsam in den Kreuzer geflogen und in dem riesigen Deck vorsichtig gelandet.
Der Pilot hat bei seinem Jäger dann das Cockpit geöffnet, ist aus dem Schiff geklettert und anschließend zu Fuß auf der Idris weitergegangen. Über eine Reihe von langen Gängen hat er schließlich die Brücke erreicht, während der schwere Kreuzer auf dem Planeten aufgesetzt hat.



