Cloud Imperium Games: Bericht über versteckten Personalabbau bei Star Citizen

Es gibt vermutlich kein anderes Spielestudio, dessen Aktivitäten so genau von der Community verfolgt werden wie die von Cloud Imperium Games - den Entwicklern der Weltraumspiele Star Citizen und Squadron 42.
Einerseits beschert das Interesse dem Studio Millioneneinnahmen. Andererseits fällt den Fans aber auch früh auf, wenn etwas nicht so gut läuft. Zuletzt fielen den Fans ungewöhnlich viele Abgänge von teils hochrangigen und langjährigen Angestellten auf.
Der Verdacht: Die Entwickler kündigte vordergründig zwar selbst, weil sie nicht kurzfristig von ihren langjährigen Standorten in Kanada oder Texas nach Manchester in Großbritannien umziehen wollten, wo Cloud Imperium Games eine große Niederlassung betreibt.
Tatsächlich aber soll es dem Studio darum gegangen sein, Personal abzubauen. Der mit Abstand klarste Hinweis kommt laut dem Magazin Massively OP(öffnet im neuen Fenster) von einer Producerin namens Annie Bouffard, die auf Linkedin von einem "extrem toxischen" Betriebsklima spricht und von einer "Massenentlassung, getarnt als 'Personalverlagerung'."
Bouffard arbeitete in Montreal bei dem Entwicklungsstudio Turbulent, das Mitte 2023 von Cloud Imperium Games gekauft wurde. Zuvor hatten die beiden Firmen mehr als zehn Jahre eng zusammengearbeitet.
Cloud Imperium Games äußerte sich nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Eigentlich müsste es dem Unternehmen ganz gut gehen. Laut einer von Fans betriebenen Seite(öffnet im neuen Fenster) , die die Unterstützung der Community verfolgt, gab es zwar im Januar 2024 mit rund 5 Millionen US-Dollar sehr viel weniger finanzielle Unterstützung als im gleichen Monat des Vorjahres, als es 8 Millionen US-Dollar waren.
Star Citizen: Unterstützung der Community
Aber schon im Februar 2024 sieht die Lage wieder besser aus, die Beiträge stiegen um fast fünf Prozent auf über 4 Millionen US-Dollar (gegenüber Februar 2023). Insgesamt erhielt Cloud Imperium Games laut der Statistikseite im Jahr 2023 rund 117 Millionen US-Dollar von der Community - ein neuer Rekord. Insgesamt stellte die Community im Laufe der Jahre mehr als 667 Millionen US-Dollar bereit.

Das Studio selbst veröffentlicht seine Finanzzahlen erst mit Verzögerung. Die Bilanzdaten von 2023 stehen also erst am 1. Januar 2025 im Netz. Nach eigenen Angaben beschäftigte das Unternehmen zuletzt rund 1.100 Angestellte an mehreren Standorten, neben Montreal und Manchester gehören dazu auch Austin (Texas) und Frankfurt am Main.



