Cloud-Hoster: OVH vermutet USV als mögliche Brandursache

Der Brand bei Cloud-Hoster OVH soll mit Hilfe der Bilder eigener Kameras und der Daten der Feuerwehr eingehend untersucht werden.

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Der Brand bei OVH hat das Rechenzentrum SBG2 komplett zerstört.
Der Brand bei OVH hat das Rechenzentrum SBG2 komplett zerstört. (Bild: Elyxandro Cegarra/Panoramic/Reuters Marketplace)

Nach dem verheerenden Brand in einem Rechenzentrum des Cloud-Hosters OVH hat der Unternehmensgründer und Chef Octave Klaba in einem Video erste detaillierte Informationen zu dem Feuer veröffentlicht. Demnach ergibt sich aus Aufnahmen der Feuerwehr mit einer Wärmebildkamera, dass zwei USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) in dem betroffenen Rechenzentrum sehr früh in Brand gerieten. Die USV kommt damit als mögliche Ursache für den Brand in Frage.

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Laut Klaba wurde eine der USV in dem völlig ausgebrannten Rechenzentrum SBG2 noch am Tag vor dem Brand gewartet. "Der Lieferant war da und hat viele Teile ersetzt", sagte er in dem Video. Nach Abschluss der Arbeiten scheint die USV jedoch normal gearbeitet zu haben. Ob also tatsächlich etwa eine Fehlfunktion oder auch ein Kurzschluss der USV die Ursache des Brandes ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

In der Nacht und den frühen Morgenstunden des Mittwoch, dem 10. März 2021, kam es bei dem Cloud-Hoster OVH am Standort in Straßburg zu einem Großbrand. Das Feuer in dem Rechenzentrum SBG2 konnte dabei nicht mehr kontrolliert werden und die Anlage wurde vollständig zerstört. Wie Klaba nun sagt, war die Rauchentwicklung offenbar so stark, dass sich die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung schnell wieder aus dem Rechenzentrum zurückziehen musste. Welche Maßnahmen zur Eindämmung eines Brandes in dem Rechenzentrum genutzt wurden und warum diese nicht gewirkt haben, ist derzeit noch unbekannt.

Große Auswirkungen nach Brand

Die weiteren Rechenzentren an dem Standort, darunter das teilweise zerstörte SBG1 sowie die nicht betroffenen SBG3 und SBG4, wurden isoliert und sind derzeit nicht nutzbar. Von den damit verbundenen Ausfällen waren Analysen von Netcraft zufolge rund 3,6 Millionen Webseiten betroffen. Neben Webseiten kleinerer staatlicher Behörden waren darunter auch Web-Banking-Portale, Web-Mail-Dienste, Nachrichtenseiten und Online-Shops.

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Klaba bat bei den Kunden um Entschuldigung für den Vorfall und betont nun erneut, dass das Unternehmen eng mit seinen betroffenen Kunden zusammenarbeiten wolle. Derzeit werde zudem verifiziert, wo genau welche Backups gespeichert wurden und ob diese von dem Brand betroffen waren. Ebenso baut OVH beschleunigt seine Kapazitäten in anderen Rechenzentren aus, um diese den betroffenen Kunden bereitstellen zu können. Im Laufe der kommenden Woche sollen auch die nicht betroffenen Rechenzentren am Standort Straßburg wieder ans Netz gehen.

Auch der OVH-Chef bekräftigte noch einmal, eng mit den Behörden bei der Ermittlung der Brandursache zusammenzuarbeiten. Dazu will OVH auch die Bilder seiner 300 Überwachungskameras auswerten. Daraus dürfte sich zumindest der Verlauf des Brandes gut rekonstruieren lassen. Die Ergebnisse der Untersuchung soll dann auch in die Designs der anderen Rechenzentren einbezogen werden.

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