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Cloud Gaming: Was Spieler über Geforce Now für Linux wissen müssen

Nvidia beendet die Betaphase von Geforce Now für Linux. Der neue Desktop-Client verspricht mehr Leistung und zusätzliche Funktionen.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Geforce Now (Bild: Nvidia)
Artwork von Geforce Now Bild: Nvidia

Nvidia hat die Betaphase seines nativen Linux-Clients für Geforce Now beendet. Damit steht der Cloud-Gaming-Dienst erstmals als offiziell unterstützte Desktop-Anwendung für Linux-PCs zur Verfügung. Bislang war der Dienst unter Linux zwar ebenfalls nutzbar, meist jedoch nur über einen Webbrowser oder inoffizielle Lösungen.

Der neue Client richtet sich zunächst an Systeme mit Ubuntu 24.04 LTS oder neueren Versionen. Die Installation erfolgt über ein von Nvidia bereitgestelltes Installationsprogramm(öffnet im neuen Fenster), das die Anwendung als Flatpak-Paket einrichtet. Dadurch dürfte die Software grundsätzlich auch auf anderen Distributionen funktionieren, offiziell bestätigt hat Nvidia das bislang aber nicht.

Technisch orientiert sich die Linux-Version an den bereits etablierten Windows- und MacOS-Clients. Nvidia verspricht Streaming mit bis zu 5K-Auflösung und 120 Bildern pro Sekunde. In Full HD sollen sogar bis zu 360 fps möglich sein. Die höheren Bildraten bleiben allerdings zahlenden Nutzern der Performance- und Ultimate-Tarife vorbehalten.

Hinzu kommen mehrere RTX-Funktionen, die bislang nicht vollständig zur Verfügung standen. Dazu gehören Raytracing, die KI-gestützte Bildskalierung über DLSS 4 sowie Nvidia Reflex zur Reduzierung der Eingabelatenz.

Anforderungen an Internet und Hardware

Die eigentliche Berechnung der Spiele erfolgt weiterhin auf den Servern des Unternehmens. Selbst ältere oder leistungsschwächere Rechner können dadurch moderne Spiele mit hohen Grafikeinstellungen darstellen, sofern die Internetverbindung schnell und stabil genug ist.

Nvidia empfiehlt mindestens 15 MBit/s für HD-Streaming mit 60 Bildern pro Sekunde. Für Full HD werden 25 MBit/s genannt, während 4K-Streaming mit 120 Bildern pro Sekunde mindestens 45 MBit/s voraussetzt. Zusätzlich sollte die Verbindung zum Nvidia-Rechenzentrum eine Latenz von weniger als 80 Millisekunden aufweisen.

Auch auf der Hardwareseite gibt es konkrete Vorgaben. Nvidia empfiehlt eine Grafikkarte mit Unterstützung für die Vulkan-Videodekodierung im H.264- oder H.265-Format. Unter Linux setzt der Hersteller außerdem unterschiedliche Fenstersysteme voraus: X11 für Rechner mit Nvidia-Grafikkarten und Wayland für Systeme mit AMD- oder Intel-GPUs.

Parallel zur Freigabe des Clients nahm Nvidia weitere Spiele in den Streaming-Dienst auf. Zu den Neuzugängen gehören unter anderem The Bard's Tale 4 – Director's Cut und Delta Force. Nvidia arbeitet traditionell mit einem wöchentlichen Veröffentlichungsrhythmus und erweitert die Spielebibliothek regelmäßig um zusätzliche Titel.


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