Cloud-Gaming: "Shadow wurde Opfer des eigenen Erfolgs"

Der Cloud-Gaming-Dienst Shadow ist insolvent und sucht Investoren, denn der Server-Partner verlangt viel Geld für die gemietete Hardware.

Artikel veröffentlicht am ,
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst (Bild: Blade)

Blade hat Insolvenz angemeldet, das geht aus Gerichtsdokumenten des Cloud-Gaming-Anbieters in Frankreich und in Kalifornien hervor. In einem Blog-Beitrag schreibt Blade, dass der Shadow genannte Dienst zum "Opfer des eigenen Erfolgs" wurde.

Stellenmarkt
  1. SAP S / 4HANA Inhouse Berater/in SD (m/w/d)
    Friedrich Lange GmbH, Hamburg
  2. Java-Entwickler (w/m/d) After Sales
    SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt, Dortmund, Münster
Detailsuche

Hintergrund ist die Partnerschaft des französischen Mutterkonzerns Blade SAS mit dem ebenfalls französischen Server-Anbieter 2CRSi: Der stellt die Infrastruktur für das Cloud-Gaming-Angebot von Shadow und fordert 10,8 Millionen Euro an offenen Rechnungen sowie 3,7 Millionen Euro an Schulden von Blade ein (PDF).

Vor allem aber droht 2CRSi damit, die derzeit von Blade genutzte und noch nicht vollständig abbezahlte Gaming-Hardware im Wert von 30,2 Millionen Euro einzuziehen. Gerade mit Blick auf die aktuelle Knappheit von Highend-Grafikkarten sei das Interesse anderer Partner von 2CRSi groß, diese Server nutzen zu wollen.

"Blade sieht noch Potenzial in Shadow"

Laut eigenen Angaben nutzen mehrere Tausend Personen das Shadow-Angebot von Blade, zwei Drittel davon außerhalb von Frankreich - und Tausende warteten noch, weil Blade die steigende Nachfrage nicht bedienen kann.

Golem Akademie
  1. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
  2. Penetration Testing Fundamentals: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Den Franzosen zufolge sei das Potenzial von Shadow also gegeben, man benötige aber Investoren und suche danach in den nächsten Wochen. Mit deren Hilfe sollen die Schulden getilgt und der Service restrukturiert werden. Aktive Shadow-Abonnements und Vorbestellungen sollen von der Insolvenz nicht beeinträchtigt sein.

Aktuell steht einzig Shadow Boost für 13 Euro pro Monat im Jahresabo zur Verfügung: Hier gibt es ein Cloud-Gaming-System mit vier CPU-Kernen, 12 GByte RAM und dem Äquivalent einer Geforce GTX 1080. Shadow Ultra und Shadow Infinite mit schnellerer Hardware sind bisher nicht verfügbar. Geplant wurden bis zu sechs Kerne, dazu 16 GByte oder 32 GByte Arbeitsspeicher und das Pendant zu einer Geforce RTX 2080 oder Titan RTX.

Blade Shadow konkurriert unter anderem mit Nvidias Geforce Now, Googles Stadia und Sonys Playstation Now.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


IT_Stefan 11. Mär 2021

Hier wird oft von 14 Euro / geredet. Viele zahlen 35¤ und mehr, je nach Vertrag. Der...

Tom01 10. Mär 2021

Ich habe Shadow Boost (4 Kerne, Quaddro P5000) und Shadow Infinite vorbestellt (6 Kerne...

Tom01 10. Mär 2021

Ist eine Quaddro P5000 GPU, also knapp so schnell eine GTX 1080.

TrollNo1 10. Mär 2021

Ich glaube da ist ein Fehler im Artikel. Der Preis steht da pro Jahr, aber es ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Feldversuch E-Mobility-Chaussee
So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit

Das Laden von Elektroautos stellt Netzbetreiber auf dem Land vor besondere Herausforderungen. Ein Pilotprojekt hat verschiedene Lösungen getestet.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Feldversuch E-Mobility-Chaussee: So schnell bringen E-Autos das Stromnetz ans Limit
Artikel
  1. Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
    Encrochat-Hack
    "Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

    Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
    Ein Interview von Moritz Tremmel

  2. Geforce Now (RTX 3080) im Test: 1440p120 mit Raytracing aus der Cloud
    Geforce Now (RTX 3080) im Test
    1440p120 mit Raytracing aus der Cloud

    Höhere Auflösung, mehr Bilder pro Sekunde, kürzere Latenzen: Geforce Now mit virtueller Geforce RTX 3080 ist Cloud-Gaming par excellence.
    Ein Test von Marc Sauter

  3. SpaceX: Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen
    SpaceX
    Starlink testet Satelliteninternet in Flugzeugen

    Bald dürften mehrere Flugesellschaften Starlink-Service anbieten. Laut einem Manager soll es so schnell wie möglich gehen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" 32:9 Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Cambridge Audio Melomonia Touch 89,95€ • Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /