Cloud-Gaming: "Shadow wurde Opfer des eigenen Erfolgs"

Der Cloud-Gaming-Dienst Shadow ist insolvent und sucht Investoren, denn der Server-Partner verlangt viel Geld für die gemietete Hardware.

Artikel veröffentlicht am ,
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst (Bild: Blade)

Blade hat Insolvenz angemeldet, das geht aus Gerichtsdokumenten des Cloud-Gaming-Anbieters in Frankreich und in Kalifornien hervor. In einem Blog-Beitrag schreibt Blade, dass der Shadow genannte Dienst zum "Opfer des eigenen Erfolgs" wurde.

Stellenmarkt
  1. Application Engineer (w/m/d) mit Schwerpunkt Abbildung von Prüfungsordnungen
    Universität Passau, Passau
  2. SAP Application Engineer (m/w/d)
    VTG Aktiengesellschaft, Hamburg
Detailsuche

Hintergrund ist die Partnerschaft des französischen Mutterkonzerns Blade SAS mit dem ebenfalls französischen Server-Anbieter 2CRSi: Der stellt die Infrastruktur für das Cloud-Gaming-Angebot von Shadow und fordert 10,8 Millionen Euro an offenen Rechnungen sowie 3,7 Millionen Euro an Schulden von Blade ein (PDF).

Vor allem aber droht 2CRSi damit, die derzeit von Blade genutzte und noch nicht vollständig abbezahlte Gaming-Hardware im Wert von 30,2 Millionen Euro einzuziehen. Gerade mit Blick auf die aktuelle Knappheit von Highend-Grafikkarten sei das Interesse anderer Partner von 2CRSi groß, diese Server nutzen zu wollen.

"Blade sieht noch Potenzial in Shadow"

Laut eigenen Angaben nutzen mehrere Tausend Personen das Shadow-Angebot von Blade, zwei Drittel davon außerhalb von Frankreich - und Tausende warteten noch, weil Blade die steigende Nachfrage nicht bedienen kann.

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    06.-08.03.2023, Virtuell
  2. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    09.-11.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Den Franzosen zufolge sei das Potenzial von Shadow also gegeben, man benötige aber Investoren und suche danach in den nächsten Wochen. Mit deren Hilfe sollen die Schulden getilgt und der Service restrukturiert werden. Aktive Shadow-Abonnements und Vorbestellungen sollen von der Insolvenz nicht beeinträchtigt sein.

Aktuell steht einzig Shadow Boost für 13 Euro pro Monat im Jahresabo zur Verfügung: Hier gibt es ein Cloud-Gaming-System mit vier CPU-Kernen, 12 GByte RAM und dem Äquivalent einer Geforce GTX 1080. Shadow Ultra und Shadow Infinite mit schnellerer Hardware sind bisher nicht verfügbar. Geplant wurden bis zu sechs Kerne, dazu 16 GByte oder 32 GByte Arbeitsspeicher und das Pendant zu einer Geforce RTX 2080 oder Titan RTX.

Blade Shadow konkurriert unter anderem mit Nvidias Geforce Now, Googles Stadia und Sonys Playstation Now.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


IT_Stefan 11. Mär 2021

Hier wird oft von 14 Euro / geredet. Viele zahlen 35¤ und mehr, je nach Vertrag. Der...

Tom01 10. Mär 2021

Ich habe Shadow Boost (4 Kerne, Quaddro P5000) und Shadow Infinite vorbestellt (6 Kerne...

Tom01 10. Mär 2021

Ist eine Quaddro P5000 GPU, also knapp so schnell eine GTX 1080.

TrollNo1 10. Mär 2021

Ich glaube da ist ein Fehler im Artikel. Der Preis steht da pro Jahr, aber es ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Mars Attacks!
"Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz"

Viele Amerikaner fanden Tim Burtons Mars Attacks! nicht so witzig, aber der Rest der Welt lacht umso mehr - bis heute, der Film ist grandios gealtert.
Von Peter Osteried

25 Jahre Mars Attacks!: Aus irgendeinem merkwürdigen Grund fehl am Platz
Artikel
  1. NIS 2 und Compliance vs. Security: Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?
    NIS 2 und Compliance vs. Security
    Kann Sicherheit einfach beschlossen werden?

    Mit der NIS-2-Richtlinie will der Gesetzgeber für IT-Sicherheit sorgen. Doch gut gemeinte Regeln kommen in der Praxis nicht immer unbedingt auch gut an.
    Von Nils Brinker

  2. Artemis I: Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt
    Artemis I
    Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt

    Die Testmission für Mondlandungen der Nasa Artemis I hat den Mond erreicht. In den kommenden Tagen macht sich die Orion-Kapsel auf den Rückweg.

  3. Apple-Auftragsfertiger: Unruhen bei Foxconn und 30 Prozent iPhone-Produktionsverlust
    Apple-Auftragsfertiger
    Unruhen bei Foxconn und 30 Prozent iPhone-Produktionsverlust

    Foxconn soll Einstellungsprämien an Arbeiter nicht gezahlt haben, weshalb es zu Unruhen kam. Nun gab es Massenkündigungen. Für Apple ist die Situation gefährlich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday bei Mindfactory, MediaMarkt & Saturn • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • WD_BLACK SN770 500GB 49,99€ • GIGABYTE Z690 AORUS ELITE 179€ • Seagate FireCuda 530 1TB 119,90€ • Crucial P3 Plus 1TB 81,99 & P2 1TB 67,99€ • Alpenföhn Wing Boost 3 ARGB 120 3er-Pack 42,89€ [Werbung]
    •  /