Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Cloud-Gaming: "Shadow wurde Opfer des eigenen Erfolgs"

Der Cloud-Gaming -Dienst Shadow ist insolvent und sucht Investoren, denn der Server -Partner verlangt viel Geld für die gemietete Hardware.
/ Marc Sauter
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst (Bild: Blade)
Shadow ist ein Cloud-Gaming-Dienst Bild: Blade

Blade hat Insolvenz angemeldet, das geht aus Gerichtsdokumenten(öffnet im neuen Fenster) des Cloud-Gaming-Anbieters in Frankreich und in Kalifornien hervor. In einem Blog-Beitrag schreibt Blade, dass der Shadow genannte Dienst zum " Opfer des eigenen Erfolgs(öffnet im neuen Fenster) " wurde.

Hintergrund ist die Partnerschaft des französischen Mutterkonzerns Blade SAS mit dem ebenfalls französischen Server-Anbieter 2CRSi: Der stellt die Infrastruktur für das Cloud-Gaming-Angebot von Shadow und fordert 10,8 Millionen Euro an offenen Rechnungen sowie 3,7 Millionen Euro an Schulden von Blade ein ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ).

Vor allem aber droht 2CRSi damit, die derzeit von Blade genutzte und noch nicht vollständig abbezahlte Gaming-Hardware im Wert von 30,2 Millionen Euro einzuziehen. Gerade mit Blick auf die aktuelle Knappheit von Highend-Grafikkarten sei das Interesse anderer Partner von 2CRSi groß, diese Server nutzen zu wollen.

"Blade sieht noch Potenzial in Shadow"

Laut eigenen Angaben nutzen mehrere Tausend Personen das Shadow-Angebot von Blade, zwei Drittel davon außerhalb von Frankreich – und Tausende warteten noch, weil Blade die steigende Nachfrage nicht bedienen kann.

Den Franzosen zufolge sei das Potenzial von Shadow also gegeben, man benötige aber Investoren und suche danach in den nächsten Wochen. Mit deren Hilfe sollen die Schulden getilgt und der Service restrukturiert werden. Aktive Shadow-Abonnements und Vorbestellungen sollen von der Insolvenz nicht beeinträchtigt sein.

Aktuell steht einzig Shadow Boost(öffnet im neuen Fenster) für 13 Euro pro Monat im Jahresabo zur Verfügung: Hier gibt es ein Cloud-Gaming-System mit vier CPU-Kernen, 12 GByte RAM und dem Äquivalent einer Geforce GTX 1080. Shadow Ultra und Shadow Infinite mit schnellerer Hardware sind bisher nicht verfügbar. Geplant wurden bis zu sechs Kerne, dazu 16 GByte oder 32 GByte Arbeitsspeicher und das Pendant zu einer Geforce RTX 2080 oder Titan RTX.

Blade Shadow konkurriert unter anderem mit Nvidias Geforce Now, Googles Stadia und Sonys Playstation Now.


Relevante Themen