Abo
  • IT-Karriere:

Fire TV Stick: Sideloading der Steam Link App 

Die Steam Link App ist nicht in Amazons App Store, sondern nur im Google Play Store verfügbar. Deshalb muss sie also via Sideloading installiert werden. Nachdem wir in den Einstellungen die Installation aus unbekannten Quellen erlauben, finden wir via Google auch schnell inoffizielle Quellen, aus denen sich die apk-Dateien aus Googles Play Store herunterladen lassen. Über die Downloader-App findet das entsprechende Package schnell seinen Weg auf den Stick und kann dort ohne Probleme installiert werden. Wir verwendeten in diesem Test die Steam Link App in der Version 1.1.4. 

Bluetooth-Controller: Sony zickt, Microsoft läuft

Stellenmarkt
  1. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  2. SCHOTT AG, Mainz

Weil die Fernbedienung des Fire TV Stick für PC-Spiele denkbar ungeeignet ist, empfiehlt sich der Einsatz eines Gamepads. Zum Glück verfügt der Fire TV Stick über eine Bluetooth-Verbindung, so dass alle gängigen Bluetooth-Controller eingesetzt werden können - mit einer Ausnahme: Ein aktueller Playstation-4-Controller wollte sich nicht mit dem Fire TV Stick koppeln. Andere beliebte Kandidaten sind etwa Amazons eigener Fire-TV-Controller oder auch der universelle Steam Controller. Wir haben die aktuelle Controller-Generation der Xbox One S verwendet. Dieser Controller ist für unter 50 Euro erhältlich und wird von Android sowie Steam sofort erkannt. 

  • Batman Arkham Knight spielen wir auf hohen Settings bei durchgehend 60 fps. (Bild: Moritz Stückler)
  • Die Bildqualität ist dank Hardware-HEVC-Decoder überzeugend. Steam meldet eine Latenz von 30 ms. (Bild: Moritz Stückler)
  • Alle Teile unseres Cloud-Gaming-Setups können hinter dem Fernseher versteckt werden.  (Bild: Moritz Stückler)
  • Neben dem Fire TV Stick und dem Xbox One S Controller  wird ein USB-OTG-Adapter und ein USB-Netzwerkadapter benötigt. (Bild: Moritz Stückler)
  • In der Konsole von Paperspace können wir unseren Cloud-Spielerechner verwalten.  (Bild: Moritz Stückler)
  • Der Cloud-Rechner von Paperspace steht in Amsterdam und verfügt über einen Gigabit-Uplink. (Bild: Moritz Stückler)
  • Beim ersten Start einer Steam-Link-Verbindung stürzt Steam auf dem Server regelmäßig ab. Erst beim zweiten Verbindungsaufbau bleibt die Verbindung bestehen. (Bild: Moritz Stückler)
In der Konsole von Paperspace können wir unseren Cloud-Spielerechner verwalten. (Bild: Moritz Stückler)

Kurioserweise wird bei der Verbindung mit Android die Belegung der linken und rechten Trigger-Tasten in der Steam Link App vertauscht. Das lässt sich aber in den Steam-Einstellungen beheben. Ein weiteres Problem ist die Standard-Belegung der Buttons in Android: Der Xbox-Button in der Mitte des Controllers ist fest als Home-Taste eingeplant und kann daher nicht in Spielen verwendet werden. Wer lieber einen kabelgebunden Controller einsetzt, benötigt dafür eine USB-OTG-Kabelpeitsche, die den einzigen Micro-USB-Anschluss des Fire TV Stick in einen Stromeingang und einen herkömmlichen USB-Anschluss aufteilt. 

Paperspace: Spielerechner in der Cloud mit stundengenauer Abrechnung

Als Steam-Server, auf dem unsere Spiele ausgeführt werden sollen, dient uns ein Cloud-Desktop-Rechner des Anbieters Paperspace. Für eine Grundgebühr von 5 US-Dollar und einen Stundenpreis von 40 US-Cent im laufenden Betrieb lässt sich dort ein äußerst potenter Windows-Spielerechner mieten: Ein Xeon E5-2623 v4 mit vier Kernen sowie bis zu 3,2 GHz samt 30 GByte RAM und eine Quadro P4000 (die zwischen einer Geforce GTX 1060 und einer Geforce GTX 1070 liegt) sorgen für ordentliche 3D-Leistung. Wem das nicht reicht, der kann auch noch leistungsfähigere Pakete buchen.

Der Rechner befindet sich im einzigen europäischen Rechenzentrum des Anbieters in Amsterdam und ist über einen Gigabit-Link an das Internet angebunden. Um via Steam auf den Rechner zugreifen zu können, empfiehlt sich außerdem das Hinzubuchen einer statischen IP-Adresse für drei Dollar pro Monat. Die Alternative via dynamischem DNS-Anbieter funktionierte im Test nicht. 

Der Cloud-Rechner muss normalerweise über die Web-Console von Paperspace gestartet werden. Das kann zwar auch über ein Smartphone oder den Browser auf dem Fire TV Stick erfolgen, erfordert aber die zeitaufwändige Eingabe von Zugangsdaten. Alternativ lässt sich der Rechner durch ein Lesezeichen auf dem Startbildschirm des Fire TV Stick und Anbindung an die Programmierschnittstelle von Paperspace starten. Konsequenterweise sollte Steam auf dem Cloud-Rechner so eingerichtet werden, dass es direkt beim Hochfahren im Big-Picture-Modus startet, der sich komfortabel mit einem  Gamepad bedienen lässt. 

 Cloud-Gaming auf dem Fire TV Stick: 60 Frames für 40 EuroFTTH ja, WLAN nein 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-77%) 11,50€
  2. 2,99€
  3. (-79%) 3,20€
  4. 50,99€

Crass Spektakel 29. Jun 2018

Bluetooth ist beim Steam Controller nicht serienmässig freigeschalten und braucht ein...

Oktavian 27. Jun 2018

Habe ich inzwischen auch rausgefunden. Steam in home streaming geht wohl auch übers...

pReya 27. Jun 2018

Im Test lag die benötigte Bandbreite meistens so im Bereich zwischen 8 und 15 Mbit/s.

Phantom 26. Jun 2018

Wovon sprichst du?

d4gli 26. Jun 2018

Keine Latenzbesserung bei der Nutzung von Kupfer für DSL zu erwarten? Ausschlaggebend ist...


Folgen Sie uns
       


Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test

Der Mercedes GLC F-Cell ist eines der wenigen Serienfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Wir haben das Auto getestet.

Wasserstoff-Mercedes GLC F-Cell im Test Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /