Die Cloud muss gepflegt werden

Nehmen wir die Microsoft Cloud als Beispiel. Was wird dort an Tools geboten? Neben einer Dateiablage (Sharepoint), einer E-Mail-Lösung (Exchange) gibt es ein Unternehmensnetzwerk (Yammer mit Sharepoint), eine Office-Lösung (Office 365) und natürlich ein Tool für Videokonferenzen, Meetings und Telefonie: Teams.

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Alle diese Tools arbeiten aufeinander abgestimmt, aber dies nicht ohne Konfiguration und vor allem Pflege. Neben einer komplexen Grundkonfiguration, die nicht nebenbei geschieht, ist bei einer vorhandenen On-prem-Infrastruktur das Thema Datenmigration ein gewichtiger Teil, der sehr genau geplant, getestet und dann auch gestaffelt ausgeführt werden muss.

Zugegeben, man erwartet bei der Verwaltung eines Mittelständlers nicht riesige Datenmengen oder Spezialapplikationen, aber hier liegt der Teufel oft im Detail. Oft gibt es Eigenentwicklungen wie Datenbanken oder eine bunte Mischung aus Standardsoftware und Open-Source-Lösungen, die mit der zukünftigen Lösung mindestens zusammenarbeiten müssen und bestenfalls migriert werden können.

Das geht nicht per se gegen Open-Source-Lösungen, denn hier gibt es viele sehr hilfreiche, stabile Lösungen, aber manche davon sind tatsächlich veraltet oder werden schlecht gepflegt. Gerade diese können von einer Überführung in Standardlösungen profitieren. Beispiele sind etwa Nextcloud oder Owncloud zu Microsoft Sharpoint, Openproject zu Microsoft Sharepoint, Azuredev, Dokuwiki zu Atlassian Confluence.

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Zudem gibt es oft große, gewachsene Datenmengen, die auch ihren Weg in die Cloud finden müssen. Und die hinterher von den Mitarbeitern genauso gut wiedergefunden werden müssen wie vorher.

Und wie ist das mit der Reduktion der IT-Mitarbeiter? Das, was dem Geschäftsführer als personelle Kosteneinsparung vorschwebte, war unrealistisch.

Ja, auch Backups!

Eine Cloudlösung will und muss gepflegt werden. Es gibt permanent Änderungen seitens des Anbieters, sei es, um die Security zu verbessern oder neue Tools einzuführen, die beurteilt und eingeführt oder verworfen werden müssen. Es gibt in der täglichen Praxis immer wieder Anforderungen der Mitarbeiter, die umgesetzt werden wollen. Denn wenn diese die erweiterten Möglichkeiten zum Beispiel eines Tools wie Teams entdecken, da kommen schnell Ideen und Wünsche auf, die ebenso beurteilt und eventuell umgesetzt werden müssen.

Es muss ständig die Sicherheit der Gesamtlösung überwacht und verbessert werden, denn jedes Unternehmen, egal wie klein oder groß, ist ein lohnendes Ziel für Hacker. Also muss es tatsächlich auch eine Backuplösung für die Clouddaten geben, denn wenn mal etwas passiert, braucht es genau das: zuverlässige Backups.

Backup? Bei einer Cloud Lösung? Es gibt Fachleute, die dies als nicht sinnvoll ansehen, ich aber meine: Ja, denn auch ein Cloudanbieter kann Daten verlieren.

Was noch schwerer wiegt: Administratoren können Daten löschen, Versionierungen können fehlschlagen und so Dateien unbrauchbar machen. Und da ist noch der User, der wichtige Mails endgültig löscht ... Clouddienstleister und Kunde teilen sich in der Regel die Verantwortung für Backups bei Microsoft.

Die tägliche Mailflut will nicht nur aus der Sicherheitsperspektive gesteuert und beurteilt werden. Auch eine vernünftige Spamlösung, das korrekte Handling von firmeneigenen Newslettern mit zigtausend Empfängern und das korrekte Whitelisting von Versendern zum Beispiel von echten Partnern aus Fernost, die Teile zuliefern, muss gepflegt und weiterentwickelt werden.

Es gibt einen ganzen Strauß an Tätigkeiten, auf täglicher, wöchentlicher und monatlicher Basis, die nur der Pflege und der Weiterentwicklung der Cloudlösung dienen. Und die beschäftigen, neben dem Support der Hardware wie Tablets, PCs und Notebooks und dem täglichen Support der User, das vorhandene IT-Team problemlos.

Ich erklärte dem erstaunten Geschäftsführer, dass die Arbeit im Grunde verlagert wird. Von der On-prem-Seite auf die Cloudseite, garniert mit weiter bestehenden On-prem-Tätigkeiten wie dem Support der PCs und Laptops. Nein, die Arbeit wird nicht weniger, sie ändert sich. Und das bedarf neben der Bereitschaft, sich auf das Thema einzulassen, auch einer Schulung der IT-Fachleute und Endbenutzer.

Warum, fragte er mich nun, soll ich dann nicht einfach wieder in Server investieren und es bei der alten On-prem-Umgebung belassen?

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Magroll 07. Sep 2022 / Themenstart

Die 37ste IT News in 3 Tagen!!1!!elf Jetzt ist es schon ein Problem wenn eine IT Seite...

Magroll 06. Sep 2022 / Themenstart

Das Thema wurde in dem Artikel leider völlig ignoriert und ist aus meiner Sicht einer der...

Magroll 06. Sep 2022 / Themenstart

Aus meiner Sicht macht Cloud nur dann Sinn wenn ich auf Cloudanwendungen OHNE VPN...

Magroll 06. Sep 2022 / Themenstart

Hab ich bei der Cloud auch, wenn ich das Know-How intern habe und es redundant aufgebaut...

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