Abo
  • Services:

Cloud-Dienste: Google veröffentlicht erstmals Sicherheitsaudits

Wegen der NSA-Affäre ist das Vertrauen in Cloud-Dienste gesunken. Google setzt dem nun unabhängige Sicherheitsüberprüfungen entgegen. In Deutschland kann sich jeder Dritte vorstellen, seine Daten nur noch online zu speichern.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Google-Suchmaschine
Die Google-Suchmaschine (Bild: Francois Lenoir/Reuters)

Die Enthüllungen Edward Snowdens zu den Aktivitäten der Geheimdienste haben das Vertrauen in die Sicherheit und den Datenschutz bei Cloud-Diensten erschüttert. Berichte über das Ausspähen von Datenverbindungen zwischen den Rechenzentren hatten selbst Google überrascht. Um dem Vertrauensverlust entgegenzuwirken, habe der Suchmaschinenkonzern nun erstmals Sicherheitsaudits veröffentlicht, berichtete Cnet. Aber Google räumt gleichzeitig ein: Das Speichern der Daten in einem bestimmten Land bedeutet nicht, dass die Behörden eines anderen Staates nicht darauf zugreifen können. Derzeit streitet sich Microsoft mit der US-Regierung vor Gericht, ob das Unternehmen Daten herausrücken muss, die in einem Rechenzentrum in Irland gespeichert sind.

Stellenmarkt
  1. Paradigma Software GmbH, Berlin, München
  2. Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen

Dem Cnet-Bericht zufolge garantieren der unabhängige SOC3-Typ-II-Bericht und das ISO-27001-Zertifikat die Sicherheit von Google Apps für Unternehmen, Google Apps für Bildung und der Google-Cloud-Plattform. So heißt es in dem von dem Beratungsunternehmen Ernst & Young erstellten SOC-3-Bericht, dass Google zwischen dem 1. Juni 2012 und 31. Mai 2013 "effektive Kontrollen" vorgenommen habe, um seine Systeme vor unerlaubtem Zugriff zu schützen und vertrauliche Daten zu sichern.

Jeder Vierte benutzt bereits Cloud-Dienste

Die Erstellung solcher Berichte nehme drei Monate in Anspruch, sagte Googles Sicherheitsdirektor für Apps, Eran Feigenbaum, auf Anfrage von Cnet. Sie würden jährlich wiederholt und deckten vier Hauptbereiche ab: Sicherheit, Verfügbarkeit, Prozessintegrität und Vertraulichkeit. Google beschäftige inzwischen 450 Sicherheitsingenieure und gebe in diesem Jahr acht Prozent mehr für Sicherheit aus als im Vorjahr, schreibt Cnet weiter.

Ob auf diese Weise das Vertrauen in die Sicherheit von Cloud-Diensten wieder hergestellt werden kann, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Eine am Mittwoch vorgestellte Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab, dass jeder fünfte Nutzer aus Sicherheitsgründen auf Cloud-Dienste verzichtet. Aus einer weiteren repräsentativen Umfrage, die Bitkom am Donnerstag veröffentlichte, geht hervor, dass sich jeder dritte Internetnutzer ab 14 Jahren vorstellen könne, seine Daten in Zukunft nur noch online zu speichern. Derzeit verwende mehr als jeder vierte Internetnutzer bereits Dienste wie Dropbox, Google Drive oder Microsoft Onedrive. Dies entspreche 15 Millionen Bundesbürgern. Eine frühere Umfrage hatte ergeben, dass die Hälfte der befragten Unternehmen durch die NSA-Affäre das Cloud-Computing negativer einschätze.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. The Equalizer Blu-ray, Hotel Transsilvanien 2 Blu-ray, Arrival Blu-ray, Die glorreichen 7...
  2. (Prime Video)

WolleVanillebär... 29. Aug 2014

Leute wie ihr messt die Leistung "einer" Cloud in Terabyte... Das ist definitiv Ignoranz.

WolleVanillebär... 29. Aug 2014

Daten in der Cloud speichern zu können ist eine klitze kleine Teilmenge der...

tph 28. Aug 2014

was durchaus hätte erwähnt werden können... http://www.microsoft.com/online/legal/v2/en...

Schnarchnase 28. Aug 2014

Das reicht doch um jedwede Securityaudits ad absurdum zu führen. Bei demokratischen...

__destruct() 28. Aug 2014

In dem PDF steht "Befragt wurden 1.006 Personen ab 14 Jahren, davon 783 Internetnutzer...


Folgen Sie uns
       


Shift 6m - Hands on (Cebit 2018)

Der Hersteller beschreibt das neue Shift 6M als nachhaltig und Highend - wir haben es uns auf der Cebit 2018 angesehen.

Shift 6m - Hands on (Cebit 2018) Video aufrufen
Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Parker Solar Probe Sonnen-Sonde der Nasa erfolgreich gestartet
  2. Parker Solar Probe Nasa verschiebt Start seiner Sonnen-Sonde
  3. Raumfahrt Die neuen Astronauten für SpaceX und Boeing

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

    •  /