Cloud Computing: Zooms Online-Telefonanlage kommt nach Deutschland

Nach einiger Zeit bringt der Kommunikationsanbieter Zoom die eigene Telefonanlage Zoom Phone(öffnet im neuen Fenster) auch in deutschsprachige Länder: Deutschland, Österreich und die Schweiz. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Zoom hostet mit diesem Angebot eine komplette TK-Anlage in der Cloud. Bisher hatte sich dies auf die USA und Kanada beschränkt, die den Dienst bereits im Januar 2019 erhalten haben.
Zoom Phone soll ähnliche Funktionen anbieten, wie es auch herkömmliche Hardware-Telefonanlagen und On-Premises-Lösungen tun. "Es bietet Anrufbeantworter, Drei-Wege-Anrufe und andere Funktionen, die wir auch auf unseren Legacy-Systemen hatten" , schreibt ein Kunde in der Ankündigung. Das Produkt verbindet auch eine mobile App mit der Cloud-Anlage und speichert Anrufverläufe auf Servern. Die Kommunikation soll verschlüsselt und sicher sein.
Datenschutz ist nicht ganz klar
Obwohl Zoom die Verfügbarkeit für europäische Länder angekündigt hat, ist nicht klar, wo Daten letztlich gespeichert werden. Das Unternehmen gibt nicht an, dass die Ablage von Anrufen und anderen Informationen ausschließlich innerhalb der Landesgrenzen stattfindet. Im Gegenteil: Das Unternehmen wirbt sogar mit einer globalen Verfügbarkeit. "Diese erweiterte geografische Abdeckung ermöglicht es Zoom-Kunden in der ganzen Welt, von Legacy-Telefonanlagen in ihren Ländern weg zu migrieren" , schreibt das Unternehmen in der Pressemitteilung. Bei Cloud-Lösungen ist es zudem üblich, dass mehrere Backups von gehosteten Diensten über diverse Standorte verteilt abgelegt werden.
Zoom Phone ist ein Zusatzangebot zur Zoom-Software(öffnet im neuen Fenster) , die für Teamkommunikation und Videochats ausgelegt ist. Zoom kann also als Konkurrent zu Microsoft Teams und Slack angesehen werden. Zoom Phone kostet ab 9,30 pro Monat zusätzlich zum herkömmlichen Zoom-Abonnement, das es pro Moderator und Monat ab 11,66 Euro gibt.