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Cloud Computing: Weltweit wichtigem Rechenzentrumsknoten könnte Strom fehlen

Der Ausbau des Cloud-Knotens in Virginia bekommt wohl Probleme bei der Anbindung ans Stromnetz. Große Teile des weltweiten Traffics laufen darüber.

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Die Anbindung von Rechenzentren an das Stromnetz könnte in den USA Probleme machen. (Bild: USA TODAY NETWORK via Reuters Connect)

Der wohl größte Knoten für Cloud-Rechenzentren in den USA könnte mittelfristig Probleme mit der Anbindung an das Stromnetz bekommen. Betroffen davon seien die Standorte im Loudoun County im US-Bundesstaat Virginia. Offenbar gibt es nicht ausreichend Kapazitäten für die Stromübertragung, um die geplanten Projekte auch tatsächlich umsetzen zu können.

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Das berichtet das Magazin The Register unter Berufung auf einen Earnings-Call von Digital Realty, eine Investmentgesellschaft für Immobilien, die fast 300 Rechenzentren weltweit besitzt. Laut Andy Power, Finanzchef bei Digital Realty, habe der primäre Energieversorger für die Region, Dominion Energy, seine Großkunden erst "kürzlich" über mögliche Engpässe informiert. Diese könnten die Umsetzung von bestehenden Planungen bis ins Jahr 2026 verzögern.

Das Loudoun County sowie die dort befindliche Stadt Ashburn gelten bereits seit fast 40 Jahren als wichtiger Internetknoten. Der Standort entspricht dabei der Region US-East-1 von Cloud-Anbieter AWS. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich dort zusätzlich dazu immer mehr große Anbieter, sogenannte Hyperscaler, angesiedelt. Schätzungen zufolge läuft ein Großteil des weltweiten Internetverkehrs über Rechenzentren in der Region. Die Verwaltung von Loudound County selbst beschreibt den Standort als weltweit größte Ansammlung von Rechenzentren mit mehr als 230 Hektar Fläche.

Das Stromproblem betreffe dabei explizit nicht die Energieerzeugung, die weiter gesichert sei, sondern die Bereitstellung der Übertragungskapazität durch Dominion, heißt es. Sollte es bei dem verzögerten Ausbau der Stromübertragung bleiben, habe das auch Auswirkung auf die geplanten Projekte für neue Rechenzentren, so Power. Diese könnten dann erst später als geplant ans Netz gehen.