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Software Defined Storage ermöglicht verteiltes Speichern

Beim Skalieren in die Breite kommt das Konzept des Software Defined Storage ins Spiel. SDS-Lösungen fügen eine zusätzliche Ebene zwischen den physischen Datenträgern und dem Frontend ein, über das Endanwender (oder deren Programme) auf Daten zugreifen. Jene Ebene bietet dabei nicht nur das Interface zur Nutzerseite, es verteilt im Hintergrund auch die eingehenden Daten automatisch auf beinahe beliebig viele Speichergeräte.

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Viele SDS-Lösungen folgen beispielsweise dem Prinzip, sämtliche Daten, die den Weg in den Speicher finden, als binäre Objekte zu behandeln. Binäre Objekte sind nach Belieben zerlegbar, solange sie beim Auslesen in korrekter Reihenfolge wieder zusammengesetzt werden. Genau das ist das Prinzip des sogenannten Object Stores, das vielen verteilten Speichern zugrunde liegt. Gelegentlich erscheinen beide Begriffe sogar synonym, auch wenn das nicht ganz korrekt ist. Denn es gibt am Markt auch SDS-Lösungen, die intern anders funktionieren.

Seinen Namen bekommt das Konzept des Software Defined Storage letztlich von genau dieser Ebene. Die Speicherlösung selbst ist als Software implementiert, die obendrein auf handelsüblicher Hardware läuft. Weil auf der Software-Ebene beinahe jede Funktionalität denkbar ist, stechen viele SDS-Lösungen klassische Storage-Appliances in Sachen Funktionalität gnadenlos aus.

Gerade weil das Frontend zur Anwenderseite hin einzig durch die SDS-Lösung selbst definiert ist, lassen sich auch mehrere Frontends unterschiedlichen Typs bauen - der gleiche Speicher ist dann auf mehreren Wegen nutzbar. So ist es beim Cloud Computing üblich, die Daten einer SDS-Lösung auch über eine klassische Schnittstelle für Blockgeräte anzubieten. Letztlich sieht die SDS-Lösung von außen dann noch immer aus wie ein normales Blockgerät, im Hintergrund arbeitet aber die nahtlos skalierbare SDS-Lösung.

Ceph als Beispiel par excellence

Was in der Theorie kompliziert klingt, lässt sich anhand einer aktuellen SDS-Lösung leichter erklären: Ceph. Die Geschichte des Projekts ist deutlich länger, als die meisten Nutzer das wohl glauben. Ceph-Erfinder Sage Weil begann die Arbeiten bereits vor etwa einem Jahrzehnt. Das Projekt war ursprünglich Weils Doktorarbeit an der University of Santa Cruz in Kalifornien, hatte aber auch einen Bezug zu Weils damaliger Arbeit. Er sollte für das US Department of Energy, also die amerikanische Energiebehörde, eine Storage-Lösung erfinden, die die Nachteile der damals dort laufenden Umgebung umgehen sollte.

Ganz am Anfang der Entwicklung stand das Ziel, ein mit POSIX kompatibles Dateisystem zu erstellen, das Nachteile bestehender Lösungen wie Lustre qua Design gar nicht erst hat. Im Laufe der Jahre wurde Ceph Weils Hauptbeschäftigung und schließlich zu einem US-Unternehmen namens Inktank, das der Linux-Distributor Red Hat inzwischen aufgekauft hat.

Ceph ist ein klassischer Objektspeicher und damit das perfekte Beispiel für Software Defined Storage. Die Lösung firmierte ursprünglich als Rados, ein Akronym für Reliable Autonomic Distributed Object Store. Ceph hingegen war der Codename des POSIX-Dateisystems, das als eigenes Frontend lediglich auf den RADOS-Cluster im Hintergrund zugreift. Im Kontext des Cloud-Booms entschied sich Weils Firma Inktank allerdings dazu, den Namen Ceph durchgehend zu verwenden. Das POSIX-Dateisystem heißt heute aus diesem Grund CephFS.

 Cloud Computing: Was ist eigentlich Software Defined Storage?Zwei Basis-Komponenten 
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AgentBignose 19. Okt 2016

Ich finde den Artikel etwas zu unkritisch, klingt ein bisschen wie ein Werbe Prospekt...

amagol 07. Okt 2016

Die lokale SSD bring dir aber nur etwas wenn du weisst das die Daten genau auf dieser...

Käx 07. Okt 2016

Eben dieses. Der Vorteil von Drive Pooling ist das selektive (!) Spiegeln von Daten. Die...

olqs 06. Okt 2016

Wenn ihr sowieso eine Forschungseinrichtung seit, dann fragt doch mal unverbindlich beim...


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