Cloud Computing: OVH will Brandlabor für Rechenzentren bauen

Nach dem Brand bei Cloud-Hoster OVH will das Unternehmen nun noch stärker auf Prävention setzen und die Arbeit der Industrie bereitstellen.

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Bei dem Brand bei OVH ist ein Rechenzentrum vollständig zerstört worden.
Bei dem Brand bei OVH ist ein Rechenzentrum vollständig zerstört worden. (Bild: Elyxandro Cegarra/Panoramic/Reuters Marketplace)

Der Cloud-Hoster OVH will künftig eine Art Brandlabor einrichten, um die Ausbreitung von einem Feuer in Rechenzentren zu untersuchen und entsprechend bessere Vorkehrungen zur Verhinderung von Bränden umsetzen zu können. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankreich reagiert damit direkt auf ein verheerendes Feuer an seinem Standort in Straßburg vor etwa zwei Wochen. Die Pläne kündigte OVH-Chef und -Gründer Octave Klaba in einem Video auf Twitter an. Zuerst hatte das Magazin The Register darüber berichtet.

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Klaba sagte in der kurzen Videobotschaft außerdem, dass die Ergebnisse der Untersuchungen in dem Brandlabor mit der gesamten Industrie geteilt werden sollen. Denn das Feuer selbst betraf zwar nur OVH, "aber niemand möchte solch einen Vorfall erleben". Von den Untersuchungen nach dem Brand bei OVH soll also die Sicherheit der gesamten Industrie profitieren.

Aus dieser Motivation heraus, will OVH laut Klaba darüber hinaus seine aktuell genutzte Kühltechnik für die Rechenzentren "als Open Source" bereitstellen. Dabei handelt es sich offenbar um eine Wasserkühlung, die Gebäudeteile kühlt und somit die Raumluft passiv herunterkühlt. Zuvor setzte OVH auf einen dauerhafte Frischluftzufuhr in die Räume, um deren Temperatur stabil zu halten. Diese als Free Cooling bezeichnete Technik sei auch bei den nun durch die Brände beschädigten Rechenzentren genutzt worden, da diese auf Grund ihres Alters noch nicht die neue Kühltechnik genutzt haben.

Zu einer konkreten Brandursache kann Klaba weiter keine näheren Angaben machen, da dies noch von den zuständigen Behörden untersucht werde, was entsprechend Zeit in Anspruch nehme. Zuvor ist darüber spekuliert worden, dass der Brand von der USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) des Rechenzentrums ausgegangen sein könnte. Als erste Maßnahme für die restlichen Rechenzentren hat Klaba nun angekündigt, die Standards für Brandschutz und -Bekämpfung überall zu erhöhen. Der OVH-Chef spricht hier mehrfach wörtlich von einer "Über-Absicherung".

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Bei dem Brand am Standort Straßburg wurde das Rechenzentren SBG2 vollständig zerstört, auch Teile des Rechenzentrums SBG1 seien stark beschädigt worden. Durch das Feuer und den Ausfall sollen rund 3,6 Millionen Webseiten auf mehr als 460.000 Domains offline gewesen sein. Das Team arbeitet derzeit immer noch daran, betroffenen Kunden mit zusätzlicher Hardware auszuhelfen. Die letzten Arbeiten daran sollen kommende Woche abgeschlossen werden. Die Anlagen in SBG1 sollen - anders als ursprünglich geplant - nicht mehr neu gestartet werden. Noch funktionsfähige Hardware wird in die anderen Rechenzentren am Standort Straßburg verlagert.

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M.P. 24. Mär 2021

+1 ... Wobei: Die normative Kraft des Faktischen. Wenn ein Brand sich von einem...

M.P. 24. Mär 2021

Auf einigen Fotos sieht es so aus, als ob der Kern des Gebäudes simple gestapelte 40-Fu...

HeroFeat 24. Mär 2021

Genau, und wie ich schon weiter oben spekulierte vermutlich noch seltener in RZs ohne...

Nico82x 23. Mär 2021

Zunächst Mal ist es etwas seltsam, dass nur über den initialen Vorfall berichtet wurde...



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