Cloud-Computing: Microsoft bringt Chaos in die Azure-Cloud

In Azure können Kunden nun für systematische Ausfälle bezahlen. Es gibt außerdem Serverless-Container und GPT-3 für wenige.

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Microsoft hat zahlreiche Neuerungen für seine Azure-Cloud vorgestellt.
Microsoft hat zahlreiche Neuerungen für seine Azure-Cloud vorgestellt. (Bild: Lucy Nicholson/File Photo/Reuters)

Auf seiner Hausmesse und Entwicklerkonferenz Ignite hat Microsoft eine Vorschau auf das Azure Chaos Studio vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Angebot in dem Cloud-Hosting-Dienst, das das Konzept des sogenannten Chaos Engineering umsetzt. Grundlegende Idee dabei ist es, mehr oder weniger zufällig Ausfälle einzelner Dienste zu erzeugen und damit die Resilienz der eigenen Anwendungen zu testen.

Das Unternehmen schreibt dazu: "Wenn Benutzer nicht auf Ihre Dienste zugreifen können, werden sie wahrscheinlich verärgert sein, aber noch mehr kann es finanzielle, rechtliche und sogar lebensgefährliche Konsequenzen geben, wenn Ihre Anwendung nicht verfügbar ist." Hier soll das Chaos Studio helfen, sich besser auf derartige Situationen einzustellen. Auch bei der Konkurrenz von AWS steht bereits ein ähnliches Angebot bereit. Genutzt wird der Ansatz des Chaos Engineering inzwischen von vielen Teams, die große Systeme selbst betreiben wie etwa Netflix.

GPT-3, Serverless-Container und Multi-Cloud in Azure

Neu zu dem Cloud-Angebot von Microsoft hinzugekommen ist der Dienst Azure Container Apps. Dabei handelt es sich um einen "serverlosen anwendungszentrierten Hosting-Service, bei dem Benutzer keine zugrunde liegenden VMs, Orchestratoren oder andere Cloud-Infrastrukturen sehen oder verwalten". Der Dienst soll jeglichen Anwendungscode ausführen können, der in Container gepackt wird. Dabei spielen Programmiersprachen oder Laufzeitumgebung keine Rolle. Der Dienst selbst läuft auf Azures Kubernetes Service und nutzt sowohl Dapr als auch Envoy.

In der Azure-Cloud ebenfalls genutzt werden kann nun auch das Sprachmodell GPT-3 von OpenAI, das Microsoft bereits für eigenen Zwecke lizenziert hat. Noch lässt sich der OpenAI-Dienst jedoch nur auf Grundlage eines Einladungsmodells von Kunden nutzen, die planen, "klar definierte Anwendungsfälle umzusetzen, die verantwortungsvolle Prinzipien und Strategien für den Einsatz der KI-Technologie beinhalten".

Microsoft schreibt zur Ignite darüber hinaus: "Unsere Kunden verfügen über Dutzende, Hunderte oder sogar Tausende von Servern, unterschiedliche Anwendungen und Datenbanken an mehreren Standorten, die über lokale, Edge- und Multi-Cloud-Umgebungen verteilt sind." Um deren Verwaltung und Nutzung zu vereinfachen, bietet das Unternehmen den Dienst Azure Arc. Dieser wird nun etwa um Support für VMware vSphere erweitert, kann für Machine-Learning-Modelle genutzt werden und auch SQL-Datenbanken gehören nun zum Verwaltungsumfang von Arc.

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