Cloud Computing: IBMs Power-Server kommen für die Google-Cloud

Google hat ambitionierte Pläne, die Nummer eins im Cloud Computing zu werden. Ein erster Schritt ist die Kooperation mit IBM. Das Unternehmen wird künftig Power-Server für Kunden vermieten - was einigen Kunden und IBMs Nischenarchitektur sicher entgegenkommt.

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IBM Power ist in der Google-Cloud gut aufgehoben.
IBM Power ist in der Google-Cloud gut aufgehoben. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)

Google wird in Zukunft neben herkömmlichen Cloud-Umgebungen auch Infrastruktur bereitstellen, die IBMs eigene Power-Architektur verwendet. Beide Konzerne kooperieren für das Produkt IBM und Google Cloud, berichtet der IT-Blog Techcrunch. Power-9-Server - IBMs aktuelle Version der Architektur - werden in Googles Rechenzentren aufgestellt werden. Diese können Anwender für ihre Applikation mieten.

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Für Geschäftskunden kann dies Vorteile haben: So müssen ihre auf IBM Power optimierten Datenbanken und Programme nicht unbedingt aufwendig an x86- oder ARM-basierte Hardware angepasst werden. Gleichzeitig wird Google bekannte Dienste der eigenen Cloud-Plattform auch für Power-Server anbieten. Google wirbt vor allem mit Machine Learning und Big-Data-Analysediensten für das Produkt. Power-Server werden oft auch mit SAP- oder Oracle-Datenbanken in Verbindung gebracht.

IBM braucht die Partnerschaft

Auf den ersten Blick erscheint es ungewöhnlich, dass IBM seine proprietäre - mittlerweile teilweise quelloffene - Plattform außerhalb des eigenen Hauses anbietet. Allerdings ist das Unternehmen bereits seit einiger Zeit in Gesprächen mit Cloud-Anbietern, um die eigene Hardware in großen Mengen zu verkaufen. Zu Kooperationspartnern gehört beispielsweise auch Skytap, welches wiederum die Plattform für Microsofts Cloud-Infrastruktur Azure anbietet. Für IBM ist das eine Möglichkeit, weiterhin Profit zu machen, da die IBM-Cloud, die ebenfalls Power-Systeme anbietet, einen wesentlich geringeren Marktanteil hat.

Für Google ist die Kooperation sicherlich ein weiterer Schritt, die Konkurrenz einzuholen. Erst Ende 2019 hatte das Unternehmen bekanntgegeben, in nur vier Jahren an erster Stelle der Cloud-Anbieter zu stehen. Das bedeutet, Kooperationen einzugehen und noch bekannter zu werden. Daher können in diesem Jahr seitens des Konzerns weitere Schritte diesbezüglich erwartet werden.

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