Cloud Computing: AWS und Google hosten die iCloud, bestätigt Apple

Ein Sicherheitsdokument für das Mobilbetriebssystem iOS(öffnet im neuen Fenster) zeigt, dass Apples eigener Cloud-Dienst iCloud auf der Infrastruktur der Google Cloud Platform aufbaut. Das berichtet der Nachrichtensender CNBC auf seiner Website(öffnet im neuen Fenster) . In dem Sicherheitsdokument selbst steht: "Die verschlüsselten Datenstücke werden ohne nutzeridentifizierende Informationen gespeichert, indem sie Speichermedien Dritter verwenden - etwa S3 und die Google Cloud Platform."
Demnach scheint der zweite Vertragspartner für die iCloud weiterhin Amazon Web Services mit der Plattform S3 zu sein. Microsofts Azure-Plattform wurde jedoch durch die Google Cloud Platform ersetzt. Erste Hinweise auf den Wechsel der Vertragspartner gab es bereits 2016, als das Nachrichtenportal CRN(öffnet im neuen Fenster) davon berichtete. Seit dem Jahr 2014 schien Microsoft dort einen Teil der Cloud-Daten zu speichern.

Mehrere 100 Millionen US-Dollar an die Konkurrenz
Im selben Bericht von 2016 stand auch, dass Apple zwischen 400 und 600 Millionen US-Dollar an Google zahlte. Diese Summe wurde aber nie bestätigt. Das Unternehmen wolle sich dabei nicht auf AWS als einzelnen Cloud-Anbieter verlassen. Das Verteilen von Ressourcen auf mehrere Anbieter kann auch als Teil der Datensicherheitsstrategie von Apple angesehen werden, häufige Ursachen eines Ausfalls möglichst zu verteilen.
Im Dokument ist nicht ersichtlich, ob Apple Drittressourcen von Google auch für andere Bereiche als der Cloud-Datenspeicherung von Nutzerdaten in der iCloud verwendet. Theoretisch könnten Google wie auch AWS Prozessorkapazitäten und andere Infrastructure as a Service stellen.
Google ist mit Microsoft und Amazon Web Services einer der umsatzstärksten Cloud-Anbieter. Pro Quartal soll diese Sparte dem Suchmaschinenanbieter 1 Milliarde US-Dollar an Umsatz einbringen. Darunter fallen neben der Cloud Platform aber auch Cloud-Software wie die Gsuite, ein Konkurrenzprodukt zu Microsofts Office 365. Amazon Web Services konnte im vierten Quartal 2017 jedoch einen Umsatz von 5,11 Milliarden US-Dollar verkünden. Microsoft lag im vierten Quartal 2017 bei 3,7 Milliarden US-Dollar.



