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Cloud Computing: Amazons AWS und Twitter laufen mit schmutziger Energie

Amazon Web Services (AWS) und Twitter setzen kaum erneuerbare Energien ein. Apple versorgt dagegen laut Greenpeace seine Rechenzentren zu 100 Prozent mit Sonnen- oder Windkraft.
/ Achim Sawall
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Kohlekraftwerk Scholven in Gelsenkirchen am 16. Januar 2012 (Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images)
Kohlekraftwerk Scholven in Gelsenkirchen am 16. Januar 2012 Bild: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Greenpeace hat die Amazon Web Services (AWS) und Twitter wegen des Einsatzes von schmutzigen Energiequellen kritisiert. Das ist das Ergebnis des von Greenpeace veröffentlichten Cloud Computing Reports Clicking Clean(öffnet im neuen Fenster) . Beim Betrieb der Amazon Cloud komme vor allem Atomstrom sowie Energie aus Kohlekraftwerken zum Einsatz. Nur 15 Prozent der Energie für die Rechenzentren der Amazon Web Services (AWS) sind sauber. AWS und damit auch Netflix, Pinterest, Spotify und Vine gehören "weiterhin zu den umweltschädlichsten und intransparentesten Unternehmen seiner Branche und bleibt weit hinter seinen Hauptkonkurrenten zurück" , erklärte Greenpeace. Das Unternehmen gibt keine Informationen zum Energie-Footprint bekannt.

Auch Twitter gebe praktisch keine Daten über seinen Energieverbrauch und die -quellen heraus. Laut Greenpeace nutzt der Kurznachrichtendienst nur zu 21 Prozent erneuerbare Energiequellen.

Sechs große Anbieter, Apple, Box, Facebook, Google, Rackspace und Salesforce, haben sich dagegen zu dem Ziel verpflichtet, ihre Rechenzentren künftig zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben.

Internet: weltweit sechstgrößter Strombedarf

Greenpeace-Elektronikexpertin Claudia Sprinz sagte(öffnet im neuen Fenster) über die Entwicklungen in der IT-Branche: "Wäre das Internet ein Land, so hätte es den weltweit sechstgrößten Stromverbrauch. Und auch in Zukunft ist mit einem weiteren Ansteigen zu rechnen."

Aufgrund des Drucks von Apple, Google und Facebook in North Carolina habe Duke Energy, der größte Energieversorger der USA, eine Zusatzklausel für Großkunden verabschiedet und damit den Markt für den Ankauf großer Energiemengen aus erneuerbaren Energien geöffnet.

Google habe weiter eine "Führungsposition beim Aufbau eines grünen Internets, was sich auch durch deren Ausbau des Kaufs erneuerbarer Energieträger sowie des Investments und die Kooperation mit Energielieferanten" zeige, so Greenpeace.

Facebooks Entscheidung, ein Rechenzentrum in Iowa anzusiedeln, habe den weltweit größten Kauf von Windkrafträdern vorangetrieben.

"Apple hat sich seit unserem letzten Bericht am meisten verbessert. Das Unternehmen hat gezeigt, dass es am innovativsten und offensivsten seiner Verpflichtung nachgeht, auf 100 Prozent erneuerbare Energien umzusteigen."

Das ist noch nicht lange so: Im Jahr 2012 habe Apple 55 Prozent seines Energiebedarfs für die Cloud mit dreckigem Kohlestrom gedeckt, weitere 27 Prozent mit Atomstrom.


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