Cloud: AWS stellt einige Dienste auf Abrechnung pro Sekunde um

AWS will seine EC2-Plattform auf ein neues Bezahlungsmodell umstellen. Die Abrechnung pro Sekunde spare Kosten bei kurzen automatisierten Jobs und Big-Data-Analysen. Die Umstellung ist aber auch eine Reaktion auf die Konkurrenten Microsoft und Google.

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AWS stellt das Bezahlungsmodell auf sekündlich um.
AWS stellt das Bezahlungsmodell auf sekündlich um. (Bild: Pexels.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Der Cloud-Anbieter Amazon Web Services stellt sein Preismodell für die EC2- und EBS-Plattform um. Laut einem Blogpost von Marketingchef Jeff Barr werden beide Produkte per Sekunde abgerechnet. Das soll eine genauere Rechnung für den Kunden und in Teilen auch eine Kostenersparnis bewirken.

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Noch ist das Bezahlungsmodell nicht übergreifend etabliert. AWS will vorerst nur Instanzen von virtuellen Maschinen sekündlich abrechnen, die mit einer Linux-Distribution unter AWS EC2 betrieben werden. Der zu den VMs dazugehörige Speicherplatz, der über EBS gemietet werden kann, wird nach dem gleichen Prinzip verrechnet.

Vorteile für kurze Batch-Jobs

Jeff Barr gibt für Kunden mehrere Vorteile des neuen Bezahlungssystems an. Kunden, die ihre EC2-Instanzen mit Hilfe des Big-Data-Frameworks AWS EMR verwenden, sollen kosteneffizienter mehr Rechenknoten für die Berechnung von Datenzusammenhängen einsetzen können. Die Leistung müsse nicht mehr an die stündliche Abrechnung angepasst werden. Interessant ist die sekündliche Abrechnung laut Barr auch für batchgesteuerte Jobs, die oftmals wesentlich kürzer als eine Stunde dauern.

Bisher ist AWS einer der wenigen verbliebenen Cloud-Anbieter, der Ressourcen pro Stunde abrechnet. Dadurch zahlen Kunden teilweise nicht benötigte Zeit mit. Google hatte bereits 2013 ein Pro-Minute-Bezahlungsmodell eingeführt, heißt es laut dem US-Nachrichtensender CNBC. Auch Microsofts Azure wurde im gleichen Jahr umgestellt. Der Schritt seitens AWS ist also auch eine Reaktion auf die Konkurrenz.

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Momentan ist die sekündliche Abrechnung jedoch nicht auf Microsoft-Betriebssystemen und auf Linux-Distributionen, die ein eigenes Abrechnungsmodell implementiert haben, möglich. Auf allen anderen Linux-VMs wird die Umstellung ab dem 2. Oktober umgesetzt.

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