Clop: Ransomwaregruppe erpresst wohl falsches Wasserwerk

Eine Ransomwaregruppe hat sich nach einem Hack eines Wasserversorgungsunternehmens in Großbritannien offenbar vertan und ein anderes Werk erpresst.

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Wasser aus der Leitung
Wasser aus der Leitung (Bild: Henryk Niestrój/Pixabay)

Ein Wasserwerk in Großbritannien ist nach eigenen Angaben von einem Cyberangriff betroffen. Doch die verantwortliche Ransomwaregruppe Clop hat es anscheinend verwechselt und versucht, ein anderes Wasserwerk zu erpressen. Die Sicherheitsstandards von Wasser- und Klärwerken sind dabei oft nicht besonders hoch.

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Der britische Wasserversorger South Staffordshire Water erklärt, er sei Ziel eines Cyberangriffes gewesen, der sein internes Netzwerk gestört habe. Der Angriff habe jedoch nichts an der sicheren Trinkwasserversorgung der Kunden geändert. Weitere Details nannte das Unternehmen jedoch nicht.

Die Ransomwaregruppe Clop verkündete jedoch, das Wasserversorgungsunternehmen Thames Water gehackt zu haben. Dem widerspricht das Unternehmen jedoch vehement: "Wir sind uns der Berichte in den Medien bewusst, dass Thames Water von einem Cyberangriff betroffen ist. Wir möchten Ihnen versichern, dass dies nicht der Fall ist." Bei den Betroffenen handelt es sich um zwei Unternehmen, die in unterschiedlichen Teilen Großbritanniens die Menschen mit Wasser versorgen.

Ransomwaregruppe will weitreichenden Zugriff haben

Mehrere Medien gehen daher davon aus, dass Clop die beiden Unternehmen verwechselt und seine Lösegeldforderung an das falsche Unternehmen gestellt hat. Die Ransomwaregruppe will nach eigenen Angaben bereits seit Monaten im Netzwerk der Thames Water aktiv sein. Die Gruppe will demnach auch Zugriff auf die Steuerungssysteme haben, mit denen dem Trinkwasser Chemikalien zugesetzt werden.

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Clop will zudem 5 TByte Daten kopiert haben und versucht für diese, ein Lösegeld von Thames Water zu erpressen. Die Ransomwaregruppe behauptet, keine Daten verschlüsselt zu haben, da "wir keine kritischen Infrastrukturen angreifen". Laut einem Bericht des Onlinemagazins Bleepingcomputer sind auch in einem bereits durch die Ransomwaregruppe geleakten Teil der Daten E-Mail-Adressen von South Staffordshire enthalten - was ebenfalls auf die Verwechslung hindeutet. In einem Schreiben werde sogar explizit das Unternehmen genannt.

South Staffordshire Water hat jedenfalls die zuständigen Behörden informiert, die bereits Ermittlungen eingeleitet haben. "Nach umfangreichen Gesprächen mit South Staffordshire Plc und der Trinkwasserinspektion sind wir sicher, dass es keine Auswirkungen auf die sichere Trinkwasserversorgung gibt und das Unternehmen unternimmt alle notwendigen Schritte, um den Vorfall zu untersuchen", sagte ein Regierungssprecher dem Onlinemagazin ZDnet.

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mtr (golem.de) 18. Aug 2022 / Themenstart

Hallo, vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Formulierungsfehler nun beseitigt. LG...

mj 17. Aug 2022 / Themenstart

die steuerung wird auhc autakr laufen. der fernzugriff ist meißt nur um parameter...

Eheran 17. Aug 2022 / Themenstart

Weil Oma Erna überhaupt Bitcoin kaufen kann... das ist Unsinn. Die arbeiten insbesondere...

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